Kreis Northeim (red). Der KulturPass bietet allen jungen Menschen, die 2023 ihren 18. Geburtstag feiern, ein Budget von 200 €, mit dem sie die Kulturlandschaft erkunden können. Seit dem 17. Mai können Kulturanbietende in ganz Deutschland ihre Angebote für den KulturPass zur Verfügung stellen.

Zum Start der Registrierung der Kulturanbietenden erklärt die direkt gewählte SPD-Bundestagsabgeordnete Frauke Heiligenstadt für den Wahlkreis 52 Goslar – Northeim – Osterode: „Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine hat nicht nur die Kosten für das Heizen oder für die Lebensmittel in die Höhe getrieben, sondern auch für Freizeit- und Kulturangebote. Immer weniger Jugendliche und junge Erwachsene können sich Freizeitaktivitäten leisten. Deshalb freue ich mich über die Einführung des KulturPass. Er ermöglicht jungen Menschen am kulturellen Leben teilzunehmen und Neues zu erfahren. Gleichzeitig unterstützt der KulturPass Kulturstätten und Freizeitaktionen in unserer Region, die in der Corona-Pandemie weitreichende Einschränkungen hinnehmen mussten.“

Die Registrierung läuft über eine digitale Plattform (www.kulturpass.de), auf der die Anbietenden sich registrieren und ihre Angebote anlegen können. Theater und Kinos, Konzertstätten, Buchhandlungen und der Musikfachhandel, Comic- und Plattenläden, Museen und Gedenkstätten, Parks, Botanische Gärten und Schlösser - sie alle können mit ihrem Angebot Teil des KulturPass sein. Der Preis für die genutzten Leistungen wird den Anbietern im Nachgang erstattet. Für die 18-Jährigen wird der KulturPass ab Mitte Juni verfügbar sein, dann können sie ihr virtuelles Budget über die KulturPass-App einsetzen. Mit dem KulturPass unterstützt die Bundesregierung junge Menschen in Deutschland dabei, Kultur vor Ort zu erleben und sie so für die Vielfalt und den Reichtum der Kultur im Land zu begeistern.

Gleichzeitig soll der KulturPass die vielen lokalen Kulturanbietenden nach der Pandemie stärken. Dafür stellt der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags in diesem Jahr 100 Millionen Euro zur Verfügung, die Mittel kommen aus dem Etat der Staatsministerin für Kultur und Medien. Der KulturPass startet 2023 als Pilotprojekt. Bei erfolgreichem Verlauf kann das Programm fortgesetzt und erweitert werden.

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