Top 5 Nachrichten der Woche
Region Aktiv
Montag, 01. März 2021 09:19 Uhr
Trauer um Manfred Püster
Montag, 01. März 2021 09:00 Uhr

Bad Gandersheim/Northeim (red). Seit 1959 gibt es den bundesweiten Vorlesewettbewerb für Schüler*innen der 6. Klassen und das Medienzentrum Northeim ist seit 1968 Veranstalter des Regionalentscheids. Der traditionsreiche Wettbewerb, der vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels organisiert wird, musste durch Corona vollkommen andere Wege gehen. Vorlesen digital ist eine echte Herausforderung für alle Beteiligten. Kein Publikum, kein Lampenfieber, kein Beifall, keine angemessene Atmosphäre. Stattdessen Vorlesen vor Kamera, Tablet oder Smartphone. Die technischen Voraussetzungen müssen stimmen und ohne Unterstützung durch Lehrer*innen und Eltern hätte es die eingereichten Videos wahrscheinlich nicht gegeben

. Auch für die Jury war es in diesem Jahr ganz besonders schwer, die Vorlese-Beiträge zu bewerten. Beim virtuellen Wettbewerb kann es natürlich nicht die entscheidende 2. Runde, das Vorlesen des unbekannten Textes, geben und außerdem ist live einfach live. „Alle haben sehr gut vorgelesen, die Entscheidung fällt schwer, aber nur ein Sieger, eine Siegerin kann beim Bezirksentscheid antreten…“ Als kleines „Trostpflaster“ für die ausgefallene Veranstaltung spendiert die Stadt Northeim allen Vorleser*innen ein Buchgeschenk und persönliche Grußworte von Bürgermeister Simon Hartmann.

Glückwunsch an Finn-Luca und viel Erfolg für die nächste Etappe und herzlichen Dank allen teilnehmenden Schulsieger*innen und allen Unterstützern des diesjährigen Vorlesewettbewerbs. Der Vorlesewettbewerb im nächsten Jahr wird hoffentlich wieder offline im Medienzentrum der Stadt Northeim stattfinden können.

Foto: Stadt Northein

Montag, 01. März 2021 08:41 Uhr

Hollenstedt (hakö). Mit einer Bürger-Information zum Windpark vor Hollenstedt hat jetzt Ortsbürgermeister Uwe Schwoch die Öffentlichkeit an der Bölle sensibilisiert. Mit einem sehr übersichtlich gestalteten Flyer ruft er seine  Hollenstedter dazu auf, Meinungen und Fragen zu diesem brandaktuellen Thema einzusenden. Sobald es coronabedingt wieder möglich ist, heißt es, werde der Ortsrat auf einer Informationsveranstaltung Antworten finden.

Uwe Schwoch: "Leider beeinträchtigt die Coronapandemie auch zu Beginn dieses Jahres weiterhin unser Tun und Handeln. Daher können momentan auch keine öffentlichen Ortsratssitzungen stattfinden, bei denen wir als Ortsrat über aktuelle Dinge informieren und für Probleme vor Ort ein offenes Ohr haben. Mit diesem Flyer möchten wir über das Thema Windkraft direkt vor unserer Haustür informieren. Dies soll nicht falsch verstanden werden. Wir sind nicht per se gegen Windkraft, denn auch Hollenstedt möchte keine Atomenergie fördern".

Der Ortsbürgermeister weist darauf hin, dass viele Hollenstedter bereits einen großen Beitrag zur Energiewende leisten. Es gibt  viele Photovoltaik- und Solaranlagen, Nutzung durch Erdwärme und eine Biogasanlage. Hollenstedt würde jetzt aber ein schweres Paket zu tragen haben: Beim Ausbau der A7 habe man den Schallschutz vergessen, Wahle-Mecklar ist bereits für alle sichtbar und der Südlink würde ebenfalls auf Hollenstedt zukommen.

Eine ehemals angedachte Installation von 5 bis 7 Windrädern auf 234ha, die dem Ortsrat und der Bevölkerung 2019 vorgestellt wurde und beiderseits keine Ablehnung fand, soll nun einem Windpark mit Windrädern im zweistelligen Bereich und einer Höhe von mehr als 250 Meter weichen. Schwoch: "Wir fragen uns, ob das für alle Einwohner in Ordnung oder für unsere kleine Ortschaft nicht zu viel ist?"

Im Info-Flyer heißt es - Fakt ist: Die Stadt Northeim hat die Planungshoheit zur Ausweisung von Vorrangflächen an den Landkreis abgegeben. Die ursprüngliche Vorrangfläche für Windenergie hat sich nun mehr als verdoppelt. Dementsprechend kann davon ausgegangen werden, dass sich auch die Anzahl von Windkraftanlagen erhöht.  Die neuen Windkrafträder sollen über 250 Meter hoch sein. Durch die angesprochenen, zu erwartenden Baumaßnahmen und Windräder wird sich das gewohnte Landschaftsbild verändern, so der Ortsrat. Die Auswirkungen auf die Flora und Fauna kann er derzeit nicht abschätzen.

Um das Thema Windenergie ist in öffentlichen Studien die Rede von Gesundheitsgefahren durch Infraschall, Lärm und Schattenschlag. Welche Auswirkungen dieses auf Hollenstedt hat, lässt sich laut Ortsrat noch nicht sagen. Laut EEG soll der Anlagenbetreiber 0,2ct/kWh an die Kommune zahlen. Inwiefern Hollenstedt davon etwas sieht, sei zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht geklärt, heißt es.

Foto: Flyer

Sonntag, 28. Februar 2021 18:22 Uhr

Bodenfelde (kp). Heute vor genau einer Woche war es, als eine zufällige Begegnung Malte Engelhardt zu einer kleinen Social-Media-Berühmtheit machte. Während einer seiner regelmäßigen Müllsammelaktionen am Weserufer von Bodenfelde wurde der 28-Jährige völlig unerwartet von einem Spaziergänger angesprochen, dem er zuvor noch nie begegnet sei. „Der Mann sagte mir, wie toll er es findet, dass ich den Weserweg sauber halte“, erinnert sich der 28-Jährige. Anschließend fragte der unbekannte Spaziergänger nach einem Foto und verabschiedete sich wieder. Was dann geschah, hat Malte über Nacht zu einer kleinen lokalen Berühmtheit werden lassen. Denn: Der Unbekannte schrieb einen Beitrag über die Müllsammelaktion auf Facebook, welcher sogleich zu einem viralen Hit wurde. Malte wurde fortan als „Alltagsheld“ gefeiert. Schließlich begann sogar die Lokalpresse über ihn zu berichten. „Ich freue mich so sehr über die vielen positiven Kommentare, die Likes und dass der Beitrag auf Facebook so oft geteilt wurde“, sagt er.

Doch wichtig sei ihm auch, den über Nacht aufgetretenen Ruhm nicht für sich allein einzustreichen. „Vor fast genau einem Jahr haben Marvin Nolte und ich angefangen, den Fuß-und Radweg an der Weser sauber zu machen“, erinnert er sich. Damals hatten sich die Bodenfelder, die beide bei den Harz-Weser-Werkstätten Dassel beschäftigt sind, wie üblich auf einer Bank am Weserufer getroffen. Aufgrund des großen Abfallaufkommens in diesem Bereich haben sie an jenem Abend spontan beschlossen, fortan für Sauberkeit zu sorgen. „Wir haben an der Grillhütte Wahmbeck angefangen und sind knapp sieben Kilometer an der Weser entlang gegangen, um den Müll aufzusammeln“, sagt Malte. Seitdem treffen sie sich mindestens einmal pro Woche zu einer gemeinsamen Müllsammelaktion.

Aufmerksamkeit hatten die beiden deswegen sogar bereits vor dem Facebook-Eintrag erlangt. „Wir bekommen tolle Unterstützung von der Verwaltung oder privaten Organisationen“, so der 28-Jährige. Vor einiger Zeit hatte die Initiative Bodenfelde dem Duo einen Bollerwagen gesponsert, um den Müll besser transportieren zu können. Zudem versorgt die Gemeindeverwaltung die beiden stets mit neuen Mülltüten. „Es ist toll, dass das alles so gut ankommt“, sagt Malte. Sobald er und Marvin mit ihrem Bollerwagen an der Weser unterwegs sind, werden sie gegrüßt und bekommen anerkennende Worte zugesprochen. Neuerdings führen sie eine kleine Spendenbox mit sich, in die Spaziergänger ein wenig Geld stecken können. „Die kleinen Spenden nutzen wir, um uns für so einen Tag mit Proviant auszustatten“, sagen sie. Und wenn nach circa vier Stunden Arbeit der Feierabend bevorsteht, werden sie wie immer mit einem Eis ihrer Lieblingseisdiele am Bodenfeldener Weserufer belohnt.

 

 

Foto/ Video: Kai Pöhl

Samstag, 27. Februar 2021 08:46 Uhr

Northeim (lpd). Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März bietet die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Northeim das virtuelle Mitmachangebot für Frauen unter dem Titel „Nimm dir Zeit für dich“ erneut an. Mit Entspannungs- und Atemübungen sollen Frauen sich so eine Auszeit vom Alltag und Zeit für sich nehmen können. Inge Mascher, die bereits mehrere Veranstaltungen dieser Art für den Landkreis Northeim geleitet hat, ist Yogalehrerin, Trainerin und Kursleiterin in den Bereichen Herz-Kreislauf-Training, Pilates, präventive Funktionsgymnastik, Entspannung und anderen Bereichen. Sie lädt Frauen erneut zum virtuellen Mitmachen ein. Denn in der Hektik des Alltags nimmt man sich zwischen Kindern, Beruf, Haushalt und weiteren Terminen nur selten Zeit für sich. Am Montag, 8. März findet das virtuelle Mitmachangebot „Nimm dir Zeit für dich“ von 18 bis 19 Uhr statt. Anmeldungen sind per E-Mail an ischeer@landkreis-northeim.de erforderlich, damit die Teilnahmedaten rechtzeitig zur Verfügung gestellt werden können.

COVID-19
Donnerstag, 25. Februar 2021 16:25 Uhr
Landkreis Northeim: 20 neue Coronafälle
Mittwoch, 24. Februar 2021 15:05 Uhr

Hannover (red). Zum Bedauern von Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne sind weitere Öffnungen im Bildungsbereich zur nächsten Woche nicht möglich. Hintergrund sind nach Worten des Ministers die stagnierende Entwicklung der 7-Tage-Inzidenz sowie die Unsicherheiten durch die Coronavirus-Varianten. Dessen unbenommen bleibe das Ziel, im März wieder mehr Kindern Bildung und Betreuung anbieten zu können. 

Kultusminister Grant Hendrik Tonne: „Leider sind wir keinen wirklichen Schritt weiter, sondern treten seit zwei Wochen auf der Stelle beim Infektionsgeschehen. Wenn man dann die diffuse Lage, die durch die Coronavirus-Mutationen entstanden ist, mit hinzunimmt ins Gesamtbild, ist leider sehr klar ersichtlich, dass wir auf dieser Grundlage zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr machen können, als aktuell bereits läuft. Wir müssen die Lage weiter analysieren und im Blick behalten, damit wir unser Ziel, so schnell wie möglich wieder mehr Kinder und Jugendliche in die Kitas und Schulen zu lassen, Anfang März umsetzen können. Unsere Planungen haben dabei sowohl den 1. März umfasst, aber auch spätere Zeitpunkte nicht ausgeschlossen. Wir stehen in den Startblöcken, aber die Pandemie lehrt, dass Unwägbarkeiten bleiben“, so der Kultusminister. 

Es sei nach wie vor Planungsgrundlage, für eine Übergangsphase nach Ende des Lockdowns bei verbesserter Infektionslage möglichst alle Schulen im Wechselunterricht nach Szenario B laufen zu lassen. Für Kitas wäre das Szenario B, das normale Gruppengrößen aber eine Verbot des Durchmischens der Gruppen beinhaltet, in diesem Fall vorgesehen.

Tonne: „Damit hätten wir ein regelmäßiges Präsenzangebot für alle Kinder und Jugendliche. Das halte ich nach wie vor für enorm wichtig, denn die physischen und psychischen Belastungen werden immer größer. Der Lockdown dauert schon lang und die kontaktarme Zeit drückt natürlich auf die Gemüter. Die Kinder brauchen ihre Peergroup, ihre Freundinnen und Freunde, ihre Erzieherinnen und ihre Bezugspersonen, ob Kita-Fachkräfte, Lehrkräfte oder pädagogische Mitarbeiter. Ich kann die Enttäuschung sehr gut nachvollziehen, dass das noch nicht am 1. März sein kann. Diese Perspektivplanung bleibt bestehen und wir werden alles daransetzen, dass wir bereits im März wieder einen Schritt weiterkommen. Wir werden im Kontext der anstehenden Bund-Länder-Beratungen die Lagebewertung aktualisieren.“

Mittwoch, 24. Februar 2021 12:43 Uhr

Northeim (lpd). Seit Beginn der Corona-Pandemie sind im Landkreis Northeim mittlerweile 1.462 (+12) Corona-Infektionen bekannt geworden. 1.333 Personen (+4) gelten mittlerweile als genesen, sodass die Infektionsquarantäne aufgehoben werden konnte. Erfreulicherweise hat das Land Niedersachsen auf seiner Seite eine 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner von 30,2 für den Landkreis Northeim veröffentlicht.

Aktuell sind im Landkreis Northeim 98 (+8) akut infizierte Personen bekannt, die aus dem Raum Bad Gandersheim 5 (+2), Bodenfelde 1 (0), Dassel 2 (0), Einbeck 35 (+4), Hardegsen 1 (0), Kalefeld 1 (0), Katlenburg-Lindau 7 (-2), Moringen 3 (0), Nörten-Hardenberg 11 (0), Northeim 25 (+4) und Uslar 7 (0) stammen.

Mit oder an dem Virus verstorbenen Personen sind 31 Personen. Mit der ersten Impfdosis wurden bisher 5.207 Personen (Stand: 23.2.2021) geimpft, das entspricht einer Impfquote von rund 3,9 Prozent für die Erstimpfungen. Eine zweite Impfdosis haben bisher 2.023 Personen (Stand: 23.2.2021) erhalten, das entspricht einer Impfquote für die Zweitimpfungen von rund 1,5 Prozent.

Dienstag, 23. Februar 2021 12:15 Uhr

Northeim (lpd). Seit Beginn der Corona-Pandemie sind im Landkreis Northeim mittlerweile 1.450 (+3) Corona-Infektionen bekannt geworden. 1.329 Personen (+8) gelten mittlerweile als genesen, sodass die Infektionsquarantäne aufgehoben werden konnte. Erfreulicherweise hat das Land Niedersachsen auf seiner Seite eine 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner von 27,2 für den Landkreis Northeim veröffentlicht.

Aktuell sind im Landkreis Northeim 90 (-5) akut infizierte Personen bekannt, die aus dem Raum Bad Gandersheim 3 (0), Bodenfelde 1 (0), Dassel 2 (-2), Einbeck 31 (+2), Hardegsen 1 (0), Kalefeld 1 (0), Katlenburg-Lindau 9 (-1), Moringen 3 (0), Nörten-Hardenberg 11 (-3), Northeim 21 (-1) und Uslar 7 (0) stammen. Mit oder an dem Virus verstorbenen Personen sind 31 Personen. Mit der ersten Impfdosis wurden bisher 4.846 Personen (Stand: 22.2.2021) geimpft, das entspricht einer Impfquote von rund 3,7 Prozent für die Erstimpfungen. Eine zweite Impfdosis haben bisher 2.022 Personen (Stand: 22.2.2021) erhalten, das entspricht einer Impfquote für die Zweitimpfungen von rund 1,5 Prozent.

Dienstag, 23. Februar 2021 09:14 Uhr

Hannover (red). In der wöchentlichen Telefonkonferenz der Gesundheitsministerinnen und –Minister der Länder und des Bundes, hat der Bundesgesundheitsminister am Montag angekündigt, dem Personal in Kindertageseinrichtungen sowie an Grund- und Förderschulen Covid-19-Schutzimpfungen mit dem Impfstoff von AstraZeneca mit hoher Priorität zugänglich zu machen. Der Bund will dafür die sogenannte Impf-Verordnung ändern, die die Impfreihenfolge rechtsverbindlich für alle Bundesländer regelt.

Die Bundesregierung ändert damit teilweise ihren Kurs. Ministerpräsident Stephan Weil hatte bereits seit langem die Aufnahme von Lehr- und Betreuungskräften in die Priorisierungsgruppe zwei gefordert. Stephan Weil: „Es ist gut, dass der Bundesgesundheitsminister jetzt zumindest für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Grundschulen, Förderschulen und Kindertagesstätten eine frühzeitige Impfung vorsieht. Allerdings ist das nur ein erster Schritt. Es ist nicht zu verstehen, dass die Lehrerinnen und Lehrer von älteren Kindern und Jugendlichen ausgenommen sind. Die Bundesregierung sollte in dieser Hinsicht keine halben Sachen machen.“

Derzeit werden in Niedersachsen insbesondere die Bewohnerinnen und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen, Bürgerinnen und Bürger, die älter sind als 80 Jahre, sowie das Personal in besonders gefährdeten Bereichen der medizinischen Einrichtungen geimpft.

Noch in dieser Woche sollen nach den Planungen des Landes schon erste Personen aus der Gruppe mit einer hohen Priorität für eine Covid-Schutzimpfung mit dem Vakzin von AstraZeneca geimpft werden können. Dies wäre jeweils dann möglich, wenn vor Ort bereits allen Personen unter 65 aus der ersten Gruppe mit der höchsten Priorität ein Impfangebot gemacht wurde und noch Impfstoff von AstraZeneca zur Verfügung steht.

„In der Gruppe mit der höchsten Priorität für eine Schutzimpfung gegen Covid-19 finden sich vergleichsweise wenige Personen, die mit dem Impfstoff von AstraZeneca geimpft werden können, weil sie jünger sind als 65 Jahre. Wir erhalten von ersten Impfzentren bereits die Rückmeldung, dass vor Ort mehr Dosen dieses Impfstoffs zur Verfügung stehen, als impfberechtigte und impfwillige Personen aus dieser Gruppe. Wir werden den Impfzentren vor diesem Hintergrund ermöglichen, Personen, die jünger sind als 65 Jahre, aus der zweiten Priorisierungsgruppe mit dem Impfstoff von AstraZeneca zu impfen“, erklärt Gesundheitsstaatsekretär Heiger Scholz.

Zunächst sollen dabei Beschäftigte und Bewohnerinnen und Bewohner der Eingliederungshilfe sowie niedergelassene Ärztinnen und Ärzte und anderes medizinisches Personal mit direktem Patientenkontakt ein Impfangebot erhalten. Diese Gruppen haben aufgrund ihrer Lebensumstände oder ihrer beruflichen Tätigkeit weiterhin viele persönliche Kontakte, bei denen Abstandsregeln häufig nicht eingehalten werden können. Das Land arbeitet daran, in den kommenden Wochen immer mehr Niedersächsinnen und Niedersachsen aus der zweiten Prioritätsgruppe, die jünger sind als 65 Jahre, ein Impfangebot mit AstraZeneca zu machen.

Nach der nun angekündigten Änderung der Impf-Verordnung könnten auch schon bald die genannten Beschäftigten im Bildungsbereich ein Impfangebot erhalten. Entsprechende vorbereitende Gespräche zwischen dem Gesundheits- und dem Kultusministerium sowie den kommunalen Spitzenverbänden finden noch in dieser Woche statt.### Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne: „Ich begrüße, dass unsere Initiativen zur Priorisierung von Kita und Schule Erfolg hatten. Der Druck, den Niedersachsen über die Jugend- und Familienministerkonferenz sowie über die Kultus- und Gesundheitsministerkonferenz erzeugt hat, zahlt sich jetzt aus. Konsequent wäre es jetzt, das gesamte Schulpersonal zu impfen.

Die pädagogische Arbeit mit kleinen Kindern und mit den jüngsten Schülerinnen und Schülern erfordert auch körperliche Nähe. Abstandhalten ist weder möglich noch wünschenswert. In den Krippen, Kindergärten und Grundschulen werden daher an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ganz besondere Anforderungen gestellt, die auch einen besonderen Schutz rechtfertigen. Die Änderung der Impf-Verordnung ist allerdings nur der erste Schritt, weitere müssen folgen. Insbesondere muss Impfstoff zügig und direkt an die Kitas und die Schulen. Die Aussendung mobiler Teams wäre hier wünschens- und erstrebenswert. Grundsätzlich gilt: Der Dreiklang aus Impfen, Testen und konsequenter Anwendung der AHA+L-Regeln ist der Schlüssel zu weiteren Öffnungsschritten bei Kindertageseinrichtungen und Schulen. Die entsprechenden Konzeptionierungen laufen. Wie es weitergeht im Bildungsbereich, werden wir wie besprochen nach den kommenden Bund-Länder-Gesprächen Anfang März festlegen. Viele andere Länder haben sich heute auf den niedersächsischen Weg begeben, mehr Bildung und Betreuung zu ermöglichen. Wir bleiben vorerst auf diesem Weg. Die Entwicklung der aktuellen Infektionslage macht mir dabei Kopfzerbrechen, wir sind derzeit nicht auf dem Weg hin zu großen Öffnungen. Offenkundig haben sich die Coronavirus-Mutationen eingenistet und bremsen eine weitere Verbesserung der Lage aus. Nach wie vor bleibt das Ziel, im März mehr Kinder und Jugendliche in Kitas und Schulen zu holen – sicher und verantwortbar.

„Wir erwarten in den kommenden Wochen weiterhin größere Lieferungen des Impfstoffes von AstraZeneca, der dann auch für die Impfung der Beschäftigten in Kindertagesstätten sowie Grund- und Förderschulen genutzt werden kann.“ Denkbar sei es, die mobilen Impfteams, die in den Landkreisen und kreisfreien Städten große Fortschritte bei der Impfung der Bewohnerinnen und Bewohner der Alten- und Pflegeheime machen, auch im Bereich von Schule und Kita einzusetzen, so Gesundheitsstaatssekretär Heiger Scholz. ### Hintergrund: ### Mit Stand von Sonntagabend hatten die mobilen Teams 96 Prozent aller stationären Alten- und Pflegeheime in Niedersachsen mindestens einmal aufgesucht, in 71 Prozent der Einrichtungen fanden auch schon die Zweitimpfungen statt.## Von den rund 72.000 Dosen des Impfstoffs von AstraZeneca, die das Land bisher an die Impfzentren ausgeliefert hat, waren am Sonntagabend rund 20.000 Dosen verimpft. Damit liegt Niedersachsen auf Platz drei im Ländervergleich. Bis Mittwoch liefert das Land weitere rund 69.000 Dosen dieses Impfstoffs an die Impfzentren aus.

Blaulicht
Montag, 01. März 2021 08:54 Uhr
llegale Müllentsorgung - Polizei bittet um Hinweise
Montag, 01. März 2021 08:48 Uhr

Osterbruch (red).  Zu einem Schornsteinbrand mussten die Ortsfeuerwehren Opperhausen, Ahlshausen/Sievershausen und Kreiensen am Sonntag, den 28. Februar 2021, ausrücken. Gegen 21:40 Uhr bemerkten Autofahrer den funkensprühenden Schornstein in Osterbruch und machten daraufhin die dortigen Bewohner darauf aufmerksam. Die kurze Zeit später alarmierte Feuerwehr untersuchte daraufhin den Schornstein und die Heizungsanlage mit einer Wärmebildkamera und sicherte die Einsatzstelle ab, sodass keine weiteren Gefahren von dem Feuer ausgehen konnten. Der ebenfalls alarmierte Schornsteinfeger reinigte anschließend den Schornstein. Ein weiteres Eingreifen der Feuerwehr war daraufhin nicht mehr erforderlich. Der Einsatz konnte nach circa einer Stunde abgeschlossen werden. Ebenfalls im Einsatz war die Polizei Bad Gandersheim.

Fotos: Kreisfeuerwehr Northeim, Tim Brand

Sonntag, 28. Februar 2021 09:39 Uhr

Echte (red). Ein bislang unbekannter Fahrzeugführer beschädigte im Ulmenweg in Echte - in der Zeit vom 26. Februar, 20 Uhr bis zum 27. Februar, 10.30 Uhr - den VW Transporter eines 48-jährigen Echters, der sein Fahrzeug vor seiner Haustür ordnungsgemäß geparkt hatte. Der Transporter wurde im Frontbereich, der Stoßstange sowie eines zusätzlich angebrachten Stoßschutzes, beschädigt. Der entstandene Sachschaden beträgt ca. 1.500 Euro .Bislang gibt es keinerlei Hinweise auf einen Verursacher. Wer sachdienliche Hinweise geben kann, wende sich bitte an die Polizei Bad Gandersheim unter 05382/919200.

Sonntag, 28. Februar 2021 09:36 Uhr

Landkreis Northeim (red). Am Freitagabend wurden bei der Polizei Northeim insgesamt acht Fälle gemeldet, bei denen größtenteils ältere Menschen von einer bislang unbekannten männlichen Person angerufen wurden. In sämtlichen Fällen gab sich der bislang unbekannte Täter als Polizeibeamter aus und behauptete, in der Nähe Einbrecher festgenommen zu haben. Im Verlauf der Gespräche wurde gezielt nach dem Besitz von Wertgegenständen gefragt. Alle angerufenen Personen erkannten, dass es sich um unseriöse Anrufe handelt und beendeten umgehend das Gespräch. Es wird polizeilicherseits nochmals ausdrücklich darauf hingewiesen, sich bei derartigen Anrufen auf nichts einzulassen, keine Informationen preiszugeben und die Telefonate sofort zu beenden. Die im Display des Telefons evtl. angezeigte Notrufnummer "110" ist technisch verändert und soll dem Anrufer nur vortäuschen, dass die Polizei anruft, was jedoch in keinem Fall zutrifft.

Sonntag, 28. Februar 2021 09:34 Uhr

Einbeck (red). Am Samstag, dem 27.02.2021 wurde gegen 21:27 Uhr festgestellt, dass sich insgesamt vier Personen aus verschiedenen Haushalten in einer Wohnung eines 21-jährigen Einbeckers zum Videospiel getroffen hatten. Aufgrund der derzeitigen Coronaverordnung stellt dies eine Ordnungswidrigkeit nach dem Infektionsschutzgesetz dar, so dass insgesamt vier Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet wurden. Weiterhin mussten mindestens zwei Personen die Wohnung verlassen.

Politik
Freitag, 26. Februar 2021 08:56 Uhr
CDU-Fraktion fordert Stadtverwaltung zu Haltung gegenüber Helios auf
Freitag, 26. Februar 2021 08:47 Uhr

Einbeck/Northeim (red). Die Gruppe FDP/GfE begrüßt den Beschluss des Schulausschusses des Kreistages, ein Pilotprojekt für eine verbesserte Luftreinigung in den Schulen aufzulegen. Die Freien Demokraten hatten mit dem Ziel, die Pandemiesicherheit an den Schulen zu erhöhen, einen entsprechenden Antrag gestellt. Der nun mit großer Mehrheit gefasste Beschluss sieht vor, dass insbesondere in Klassenräumen Luftfiltersysteme sowie technisch unterstützende Raumluftbehandlung getestet werden sollen. Das Projekt soll zum 31.03.21 an den Start gehen und dann in den Sommerferien evaluiert werden.

„Als Schulträger tragen wir eine Verantwortung, dass der Schulbetrieb für die Bildungschancen unserer Kinder auch in einer Pandemie möglichst sicher ist. Leider leistet das Land hier keine bzw. zu wenig Beiträge, deswegen müssen wir hier vor Ort handeln. Ein Pilotprojekt sehen wir als ersten Schritt für eine flächendeckende Erhöhung der Sicherheit an unseren Schulen“, so Christian Grascha, Kreistagsabgeordneter und Mitglied im Schulausschuss. Die Freien Demokraten begrüßen auch den Beschluss des Schulausschusses, jedem Schüler FFP2- und medizinische Masken kostenlos auszuhändigen. Die sei ein weiterer Beitrag zu mehr Sicherheit. Der Antrag war eine Initiative der CDU-Kreistagsfraktion.

Nachfolgend der Änderungsantrag im Original: Der Kreistag beauftragt die Kreisverwaltung, ein Pilotprojet für die Raumluftreinigung bis zum 31.03.2021 aufzulegen. Hierbei sind Luftfiltersysteme und unterstützende Raumluftbehandlung einzusetzen. Das Projekt ist bis zu den Sommerferien 2021 zu evaluieren (ggf. wissenschaftlich).

Foto: Grascha

 

Donnerstag, 25. Februar 2021 08:41 Uhr

Northeim (red). Michael Weiner, seit einem Jahr Leiter der Polizeiinspektion Northeim, folgte der Einladung der CDU-Kreistagsfraktion zu einer digitalen Vorstellungs- und Diskussionsrunde. Über eine Stunde tauschte man sich ausführlich über die aktuellen Vorgänge im Landkreis aus, resümierte die Ereignisse des Jahres 2020 und ließ sich einen Ausblick auf die künftig wichtigen Themenfelder der Polizeiarbeit geben. Die Zusammenarbeit mit dem Landkreis Northeim lobte Michael Weiner ausdrücklich, was von der Fraktion zufrieden aufgenommen wurde.

Das Jahr 2020 war besonders für die Polizei vor Ort ein anstrengendes und außergewöhnliches Jahr. Ein Thema, das sowohl Polizei als auch CDU weiter beschäftigen wird, sind rechtsextremistische Bewegungen im Landkreis. Der CDU-Kreisverband widmete sich diesem vor Kurzem in einer digitalen Podiumsdiskussion mit der niedersächsischen Beratungsstelle gegen Rechtsextremismus.

Die Fraktion und Herr Weiner stimmen damit überein, dass es auch weiterhin Außenstellen der Polizeiinspektion Northeim bedarf. Diese lokalen Strukturen sind wichtig, um eine Anlaufstelle für die Bürgerinnen und Bürger zu bieten, insbesondere jenen, die weniger mobil sind.

Die CDU-Kreistagsfraktion möchte die Arbeit von Michael Weiner und der Polizei im Landkreis Northeim bestmöglich unterstützen. Die Fraktion wird sich auch künftig für eine gute Zusammenarbeit zwischen Landkreis und Polizei stark machen, um die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger zu garantieren.

Wirtschaft
Montag, 01. März 2021 09:07 Uhr
Webtalk von Christian Grascha (FDP): Neustart nach Corona – ausgewählte Schlaglichter mit Guido Langemann, IHK Hannover
Freitag, 26. Februar 2021 12:27 Uhr

Northeim (red). Das Familienunternehmen Thimm bezieht den Strom zukünftig aus erneuerbaren Energiequellen. Die Umstellung aller Thimm-Standorte auf klimaneutralen Ökostrom ist in 2021 geplant. Durch die Maßnahme reduziert das Unternehmen zukünftig die CO2-Emission um mehr als 30 Prozent. Der CO2-neutrale Strom wird überwiegend aus Wasserkraftwerken bezogen.

Geplant ist, alle Produktions- und Bürostandorte auf Ökostrom umzustellen. So soll dem nachhaltigen Ressourceneinsatz in der Unternehmensgruppe weiter Rechnung getragen werden. Mathias Schliep, Vorsitzender der Geschäftsführung Thimm Gruppe, informiert dazu: „Unsere papierbasierten Verpackungslösungen bestehen seit jeher aus nachwachsenden Rohstoffen und lassen sich komplett recyceln. Es freut uns, dass wir mit der geplanten Umstellung nun klimaneutralen Strom zur Herstellung unserer Verpackungen einkaufen werden. So werden unsere Verpackungen in der Klimabilanz noch nachhaltiger sein und wir betätigen einen weiteren Hebel, um unseren
CO2-Fußabdruck zu verkleinern.“

Die Thimm Gruppe hat die effiziente Energienutzung bereits vor Jahren dauerhaft im Betrieb verankert: In 2013 wurden die ersten Produktionswerke nach dem Standard DIN EN ISO 50001 zertifiziert und so mit der Aufgabe verbunden, eine Verbesserung der energiebezogenen Leistungen kontinuierlich umzusetzen. „Die Umstellung von Graustrom zu Grünstrom ist eine logische Folgerung unserer bisherigen Maßnahmen“, erklärt Schliep weiter. „In unserem neuen Energiekonzept, das aktuell in die Unternehmensstrategie integriert wird, werden messbare Energieziele definiert sein. So behalten wir unseren ökologischen Ressourceneinsatz nachhaltig im Blick.“

Der Stromverbrauch in der Thimm Gruppe betrug zuletzt 54.350.000 Kilowattstunden. Der Verbrauch in den letzten vier Jahren ist um 4,2 Prozent gestiegen, was deutlich unterproportional zum wachsenden Produktionsvolumen ist. Schliep dazu: „Unsere Investitionen in moderne Technologien und innovative Produktionsanlagen zahlen sich hier aus. Diese führen mittelfristig schon zu Energieeinsparungen. Durch die Umstellung auf Ökostrom vermeiden wir zukünftig schätzungsweise 19.131 Tonnen CO2 im Jahr.“

Je nach regionaler Verfügbarkeit wird der Ökostrom für die deutschen Standorte aus Wasserkraft-werken bezogen. Die Thimm-Werke in Frankreich und Osteuropa planen die Umstellung über die örtlichen Stromversorger, welche dann die notwendigen Kennzeichnungen der Ökostrom-Zertifikate vornehmen werden.

Schliep abschließend: „Wirtschaftliche Erfolge und unternehmerische Verantwortung sind bei Thimm fest miteinander verbunden. Dazu sehen wir neben den ökologischen auch die ökonomischen und sozialen Herausforderungen vorher, um ihnen erfolgreich zu begegnen. So liefern wir auch jenen Kunden die besten Lösungen, die in Bezug auf Nachhaltigkeit erhöhte Anforderungen haben. Als verantwortungsvolles Familienunternehmen agieren wir dabei stets nachhaltig und denken zukunftsorientiert. Wir sind auf einem guten Weg, unsere strategische Vision zu erreichen.“

Über Thimm

Die Thimm Gruppe ist führender Lösungsanbieter für Verpackung und Distribution von Waren. Das Lösungsportfolio umfasst Transport- und Verkaufsverpackungen aus Wellpappe, hochwertige Verkaufsaufsteller (Displays), Verpackungssysteme aus Materialkombinationen sowie Druckprodukte für die industrielle Weiterverarbeitung. Mit innovativen und nachhaltigen Lösungen hilft Thimm seinen  Kunden, sich am Markt zu differenzieren und zu individualisieren. Dazu sieht das Familienunternehmen in seiner Nachhaltigkeitsvision 2030 ökonomische, ökologische und soziale Herausforderungen vorher und löst sie. Der Anspruch der Thimm Gruppe ist es, Kunden immer die beste Lösung zu bieten. Diese starke Kundenorientierung treibt die Innovationskraft und den Pioniergeist des Unternehmens an. Dafür wird konsequent in den Ausbau der Marktpräsenz sowie in zukunftsweisende Technologien investiert. Das 1949 gegründete Familienunternehmen beschäftigt aktuell mehr als 3.400 Mitarbeiter an 21 Standorten in Deutschland, Frankreich, Polen, Rumänien und Tschechien und erwirtschaftete 2019 einen Jahresumsatz von rund 623 Millionen Euro. Mehr Informationen unter www.thimm.de

Foto: THIMM

Freitag, 26. Februar 2021 09:23 Uhr

Northeim (red). Die Kreis-Sparkasse Northeim zieht eine insgesamt positive Bilanz für das vergangene Jahr. KSN-Vorstand Ute Assmann und Bernd Sommer verweisen in ihrem umfangreichen Jahresbericht auf eine solide Geschäftsentwicklung, eine stabile Ertragslage und eine erfreuliche Ausweitung im Kundengeschäft.

Die Corona-Pandemie war 2020 auch für die KSN das alles beherrschende Thema. Dabei galt es von Beginn an, das Leistungsangebot umfänglich zu erhalten: Bargeldversorgung und Zahlungsverkehr sicherstellen und alle Kunden jederzeit mit erforderlichen Beratungen unterstützen. „Mittelständische Kunden konnten wir mit Sonderprogrammen, Sparkassenkrediten und individuellen Vereinbarungen mit der benötigten Liquidität versorgen. Auch die Beratungsleistungen zur Vermögensbildung, -sicherung und -optimierung in turbulenten Marktzeiten sind gefragt. „Gerade in der Beratung unserer Firmen- und Privatkunden gibt es mehr denn je zu tun“, so KSN-Vorstandsvorsitzende Ute Assmann.

Bilanzsumme steigt

Das Kundenvertrauen in die Sparkasse ist gewachsen. So stieg die Bilanzsumme der KSN in 2020 um 8,6 % oder 126 Mio. Euro auf nunmehr 1,6 Mrd. Euro. Treiber des Wachstums waren vorrangig das Wohnungsbaukreditgeschäft und die ausgelegten Kredite für Firmenkunden und Selbstständige mit einem Zuwachs von 74 Mio. Euro. Die Unternehmen und Selbstständigen in der Region schätzen die KSN als verlässlichen und kompetenten Partner mit einer genauen Kenntnis des heimischen Marktes und mit kurzen, schnellen Entscheidungswegen. Dies wurde im Corona-Jahr einmal mehr deutlich. Zudem haben günstige Finanzierungsbedingungen und das trotz Corona weiterhin intakte konjunkturelle Umfeld die Nachfrage nach Wohnungsbaufinanzierungen angetrieben. Der Gesamtbestand an Wohnungsbaudarlehen erhöhte sich in 2020 auf über 307 Mio. Euro – ein Nettozuwachs von 10 %! „Über das KSN-ImmobilienZentrum wurden insbesondere die neuen Baugrundstücke in Northeim „Am südlichen Wieter“ und die Wohnungsangebote im Areal „An den Sturmbäumen“ (ehem. Krankenhaus) sowie aktuelle Bauvorhaben in Hardegsen und Nörten-Hardenberg nachgefragt“, informiert KSN-Vorstand Bernd Sommer. 

Steigerungen gab es auch bei den Kundeneinlagen. Erfreulich dabei die Bestandsentwicklung im Wertpapiergeschäft. Die Wertpapieranlagen der Kunden auf dem KSN-Depot oder im Deka-Bankdepot betrugen Ende 2020 über 316 Mio. Euro. „1.700 neue Wertpapiersparpläne sind Beleg der wachsenden Wertpapierakzeptanz. Insgesamt verwalten wir für unsere rund 58.000 Kunden ein Geldvermögen von über 1,5 Mrd. Euro“, fasst Vorstandsvorsitzende Ute Assmann zusammen.

Starke Sparkasse

Der Bilanzgewinn liegt wie im Vorjahr bei rund 1,3 Mio. Euro und erhöht das bilanzielle Eigenkapital auf nunmehr über 114 Mio. Euro. Mit den weiteren Rücklagen beträgt das gesamte wirtschaftliche Eigenkapital 178 Mio. Euro. Damit zählt die KSN zu den eigenkapitalstarken Sparkassen in Niedersachsen. Das Betriebsergebnis der KSN ist erwartungsgemäß im Vergleich zum Vorjahr aufgrund des anhaltenden Niedrigzinsniveaus leicht gesunken, lag aber mit 14,1 Mio. Euro erneut deutlich über dem Durchschnitt aller niedersächsischen Sparkassen. „Wir stemmen uns vehement gegen die Ertragsrückgänge, die das Niedrigzinsniveau mit sich bringt. Ein gutes Jahresergebnis und eine solide Geschäftsentwicklung sind wichtig, um die Menschen und Unternehmen im Landkreis Northeim auch in Zukunft verlässlich mit Finanzdienstleistungen zu versorgen und den Herausforderungen der Digitalisierung, der Negativzinsen, der steigenden regulatorischen Anforderungen und der aktuellen Pandemie erfolgreich begegnen zu können“, resümiert Vorstandsvorsitzende Ute Assmann.

„Die KSN ist und bleibt gut aufgestellt!“

Nähe verbindet

Eine erfolgreiche KSN stärkt die regionale Wirtschaft und kommt der Region über die Steuerzahlungen und vielen Projektförderungen zugute. So wird die KSN an den Fiskus rund 3,5 Mio. Euro Ertragssteuern, davon 1,6 Mio. Euro Gewerbesteuern, überweisen. Der Vorstand: „Gerade in der Pandemie ist es uns wichtig, Bildungs- und Sozialprojekte, Sport und Kultur zu unterstützen. Als Sparkasse und über unsere drei Stiftungen haben wir 2020 über 700.000 Euro Fördermittel als Spenden und Sponsoring für Vereine, Initiativen und Projekte bereitgestellt. Erfolgreich war ein Crowdfunding-Projekt für Kultur-Ideen, das wir Ende 2020 gemeinsam mit dem Landkreis Northeim und der PFH Göttingen umgesetzt haben. Mit unserer Co-Förderung können vier Projekte neu umgesetzt werden, darunter eine Jubiläumsschrift zu 40 Jahre Initiative Kunst und Kultur im Landkreis, eine neue Kulturbühne für den Northeimer Weihnachtsmarkt, die Umsetzung eines digitalen Projektes ‚Musik- und Masken‘ im Theater der Nacht und eine verbesserte Technikausstattung für die neuen Proberäume der Gandersheimer Domfestspiele.“

Zahlen und Fakten zur KSN

Die KSN hatte Stand 31. Dezember 2020 58.123 Kunden und 133.467 Kundenkonten, darunter 4.737 Geschäftsgirokonten, 39.987 Privatgirokonten, 12.333 Darlehenskonten und 8.349 Depotkonten. Die Kundeneinlagen belaufen sich auf 1.188 Mio. Euro und Kundenkredite betragen 1.152 Mio. Euro, davon 746 Mio. Euro durch Unternehmen und Selbstständige, 350 Mio. Euro von Privatpersonen sowie 56 Mio. Euro durch Öffentliche  Haushalte und Sonstige.

Insgesamt beschäftigt die KSN 293 Mitarbeiter, davon 173 Vollzeitkräfte und 102 Teilzeitbeschäftigte - zudem 18 Auszubildende. In Summe hat die KSN 26 Geschäftsstellen, davon sechs. SB-Stellen.

Foto: KSN

Sport
Montag, 01. März 2021 08:43 Uhr
Professionelle 05-Jugend: Lara Watermann unterstützt U15 im mentalen Bereich
Samstag, 27. Februar 2021 09:16 Uhr

Northeim (red). Bereits in der vergangenen Woche wurde bekannt, dass die aktuelle Handballsaison abgesagt werden wird. „In einer Videokonferenz der 3. Liga-Männer wurde den Vereinen mitgeteilt, dass die Saison abgebrochen wird. Wir haben das so erwartet und uns damit beschäftigt“, so NHC-Vorstandsmitglied Oliver Kirch. Demnach wird es keine Absteiger geben und die Aufsteiger in die 2. Liga werden ausgespielt sowie eine sogenannte Pokalrunde kann auf freiwilliger Basis für Spiele genutzt werden. Aufsteiger aus den Oberligen wird es auch geben, sodass die neue Saison wohl mit 85 Teams und mehr als vier Staffeln Mitte/Ende August starten wird.

Aus Sicht des NHC war dieses die einzig richtige Entscheidung, die der DHB in der momentanen Lage der Pandemie treffen konnte und bereits seit einigen Wochen laufen die Planungen bei den Northeimern für die 3. Liga-Saison 2021/22 auf Hochtouren. Es finden intensive Kader- und Sponsorengespräche statt. Insbesondere die bisherigen Sponsorengespräche machen Hoffnung, aber es ist auch noch ein weiter Weg und man hofft auf eine weitere breite Unterstützung der Sponsoren und Partner und freut sich auch auf den einen oder anderen Neuen.

Foto: Spieker Fotografie

Montag, 22. Februar 2021 15:18 Uhr

Northeim (hakö). Das ist eine Pflichtlektüre für jeden Fußballfan in der Region. Stolz präsentierten jetzt Verantwortliche des Traditionsclubs Göttingen 05 die umfangreiche, immerhin 170 Seiten starke Chronik des Vereins vor dem "Wirtshaus Sankt Blasien" am Northeimer Münsterplatz im Herzen der Kreisstadt. Die Nachfrage aus dem Landkreis Northeim war entsprechend groß und hat den Club zum Handeln veranlasst. Eine willkommene Geste heißt es in Fachkreisen. 

Im vergangenen Jahr feierten die Schwarz-Gelben ihren 115. Geburtstag, konnten zurückblicken auf Höhen und Tiefen des Clubs und auf die aktuelle, überaus erfreuliche Entwicklung, gerade auch im Jugendsektor. Anlass für den rührigen Pressechef Markus Wahle ein umfangreiches Werk zu verfassen, mit Beiträgen in Text und Bild Rückblick zu halten auf bewegte Zeiten, an die man nur zu gern wieder anknüpfen möchte. Das betonte auch Mitautor Jan Steiger gegenüber der News-Redaktion. 

Vermittelt hatte den Kontakt zum "Wirtshaus Sankt Blasien" am Münsterplatz, zu Gastronom Martin Jahre, der ehemalige 05 - Präsident Jens Handkammer. Mittlerweile sind die Exemplare der ersten Auflage vergriffen. Die zweite Auflage ist im Handel für 15 Euro erhältlich. Im Wirtshaus Donnerstag bis Samstag 17 bis 20.30 Uhr, Sonntag von 11 bis 14 Uhr sowie von 17 bis 20 Uhr. 

Vorworte haben unter anderem verfasst: Thorsten Richter, Präsident des 1. SC Göttingen 05, Rolf-Georg Köhler, Oberbürgermeister der Stadt Göttingen, der so plötzlich verstorbene Bundestagsabgeordnete Thomas Oppermann, MdB Fritz Güntzler, Ingo Schrader Leiter Marketing und Sponsoring Einbecker Brauhaus AG, Rainer Hald, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Göttingen, Andreas Gruber, Geschäftsführer der Göttingen Sport und Freizeit GmbH & Co.KG und die Supporters Crew 05. 

Fotos: Hartmut Kölling

Panorama
Mittwoch, 10. Februar 2021 09:41 Uhr
Winterwetter extrem: Teamgeist und Flexibilität – wie alle mithelfen, damit der Klinikbetrieb reibungslos funktioniert
Freitag, 29. Januar 2021 10:55 Uhr

Göttingen (red). Die 4. Kammer des Verwaltungsgerichts Göttingen hat mit Beschluss vom 25. Januar 2021 dem Antrag eines Autogroßhändlers stattgegeben, der sich gegen eine von der Stadt Göttingen aufgrund der Nds. Corona-Verordnung verfügte Betriebsschließung gewendet hatte (4 B 264/20).

Der Antragsteller kauft Gebrauchtwagen von Privatpersonen an, die er über eine Internetplattform akquiriert. Interessenten geben auf der Internetseite verschiedene Daten zu ihrem Kraftfahrzeug an und erhalten im Gegenzug einen vorläufigen Ankaufspreis. In einer Filiale des Antragstellers werden die Angaben des potentiellen Verkäufers vor Ort überprüft. Ggf. wird ein abweichender, endgültiger Ankaufspreis bestimmt. Ist der Verkäufer mit diesem Preis einverstanden, wird ein Kaufvertrag geschlossen, und das Fahrzeug verbleibt in der Filiale. Die angekauften Fahrzeuge werden über zwei weitere, Internetplattformen verkauft. Diese Plattformen werden von rechtlich selbständigen Unternehmen betrieben. Käufer sind bei der einen Plattform gewerbliche Händler, bei der Anderen Endverbraucher. Im letzteren Fall werden die Fahrzeuge nach Abschluss des Kaufvertrags mit dem Endverbraucher im Internet in der Filiale übergeben oder durch Mitarbeiter des Unternehmens direkt an den Käufer ausgeliefert. Alle drei Unternehmen gehören zu ein und derselben Unternehmensgruppe, die die Gewinne generiert.

Ende Dezember untersagte die Stadt Göttingen dem Antragsteller, in der örtlichen Filiale Kraftfahrzeuge von Privatpersonen anzukaufen, sofern der Kaufvertrag erst nach einer Begutachtung des betroffenen Fahrzeuges vor Ort zustande kommt und nicht bereits im Fernabsatz ein abschließender Kaufvertrag vorliegt, in dessen Rahmen vor Ort nur eine reine Übergabe des betroffenen Fahrzeuges gegen den zuvor im Fernabsatz geschlossenen Kaufvertrag festgesetzten Kaufpreis erfolgt. Hiervon ausgenommen seien gewerbliche Kunden. Ebenso sei die Herausgabe eines Fahrzeugs nach vorherigem Kaufvertragsabschluss über die Internetplattform zulässig. Zur Begründung gab die Stadt an, der Geschäftsbetrieb des Antragstellers sei dem Einzelhandel zuzuordnen, weil es sich bei den Verkäufern der Fahrzeuge um Privatpersonen handele. Einzelhandel sei nur mit Ausnahmen zulässig, wozu der Autoan- und -verkauf des Antragstellers nicht gehöre.

Gegen diese Untersagungsverfügung hat der Antragsteller Klage erhoben und gleichzeitig einen vorläufigen gerichtlichen Rechtsschutzantrag gestellt. Diesem hat das Gericht jetzt stattgegeben.

Zur Begründung ist es im Wesentlichen er Argumentation des Antragstellers gefolgt und hat ausgeführt, der Antragsteller betreibe keinen Einzelhandel, sondern einen Großhandel. Für diesen gälten die durch die Nds. Corona-Verordnung verfügten Betriebsschließungen nicht. Zum Einzelhandel gehörten Unternehmen, die das Produkt dem Konsumenten bzw. Endverbraucher unmittelbar vermitteln. Alle anderen in dieser Handelskette vorher tätigen Unternehmen, die nicht an der Produktion der Ware selbst beteiligt waren, seien dem Großhandel zuzuordnen. Da der Antragsteller die Fahrzeuge nicht an die Endverbraucher verkaufe, sondern an rechtlich selbständige Zwischenhändler, betreibe er einen Großhandel. Unerheblich sei, dass der Antragsteller die Autos von Privatpersonen erwerbe. Für die Abgrenzung des Groß- vom Einzelhandel sei nicht maßgeblich von wem der Händler die Ware beziehe, sondern an wen er sie veräußere. Schließlich gebe die Corona-Verordnung für eine Begrenzung des Großhandels auf Produkte des täglichen Bedarfs nichts her.

Gegen diesen Beschluss kann die Stadt Göttingen innerhalb von zwei Wochen Beschwerde beim Nds. Oberverwaltungsgericht in Lüneburg einlegen. Die Klage ist noch vor dem Verwaltungsgericht anhängig.

Donnerstag, 28. Januar 2021 12:00 Uhr

Hannover (red). Sehr erstaunt zeigen sich viele Menschen, die sich in diesen Tagen beim NABU melden – weil sie Klopfen oder gar metallisches „Klimpern“ hören und dieses zunächst nicht zuordnen können, aber doch ahnen: Da muss ein Specht am Werk sein! „Und genauso ist es“, löst Rüdiger Wohlers vom NABU Niedersachsen das Rätsel auf: „Es sind Buntspechte, die in diesen Tagen allerlei Resonanzkörper suchen, um deutlich zu machen: Hier bin ich! Dies ist mein Revier! Es kündigt sich der Vorfrühling an. Auslöser dafür sind allerdings nicht die durchaus noch normal-winterlichen Temperaturen, sondern die längere Tageslichtzeit an diesen letzten Januartagen.“ 

Buntspechte verfügen über keinen Reviergesang wie andere Vögel, sondern machen mit solchen Stakkati auf sich aufmerksam. „In der Regel hämmern sie dazu auf morsche Äste, sodass die Trommelwirbel weithin hörbar sind“, erklärt der Naturschützer. Auch manch anderes Material wird dazu ab und an gern von dieser häufigsten heimischen Spechtart, die sehr gern auch an Vogel-Futterplätze kommt, als „Orchesterplatz“ für wilde Soli genutzt: „Nicht selten werden wir angerufen, weil sich Buntspechte alte, stehengebliebene Dachantennen oder Fallrohre vornehmen, um zu trommeln – das dröhnt natürlich wesentlich weiter als wenn sie morsches Holz nutzen. Auch Regenrinnen scheinen dafür recht beliebt zu sein!“, berichtet der NABU-Mitarbeiter. 

Allerdings sollte niemand glauben, dass beim Specht bereits die Brutzeit beginnt: Dies ist erst ab April der Fall. Dann werden die kunstvoll in die Bäume gehämmerten Bruthöhlen des Buntspechts zu seinen Kinderstuben. „Und oft finden diese Höhlen auch ‚Nachmieter‘ wie Meisen, Stare oder Fledermäuse“, sagt Rüdiger Wohlers über den „Vogel des Jahres“ aus dem Jahr 1997.

Ebenso wie die Trommelwirbel des Buntspechts sind viele Menschen erstaunt, in diesen Tagen etwa Meisen und andere Vögel singen zu hören. „Das hat nichts mit Klimawandel zu tun“, kann Rüdiger Wohlers beruhigen: „Auch hier macht sich die längere Helligkeit bemerkbar, sodass Kohl- und Blaumeise bereits mit dem Reviergesang begonnen haben; von Tag zu Tag werden nun weitere Vogelarten hinzukommen. Auch Kleiber und Baumläufer sind bereits zu hören. Und Rotkehlchen singen sogar den ganzen Winter über, auch zu nächtlicher Stunde, oft im Schein von Straßenlaternen!“ 

Wahl zum „Vogel des Jahres“ 2021 Seit fast 50 Jahren verkünden der NABU und sein bayerischer Partner Landesbund für Vogelschutz (LBV) jährlich den „Vogel des Jahres“. Gewählt wurde bisher aus einem Gremium von Fachleuten. Im 50. Jubiläumsjahr ist das anders: Erstmals können Groß und Klein mitentscheiden, wer der nächste Jahresvogel wird. Zum Jubiläum der bekanntesten NABU-Aktion wird eine öffentliche Wahl durchgeführt. Noch bis zum 19. März 2021 kann aus den zehn Gewinnern der Vorwahl nun der „Vogel des Jahres“ 2021 gewählt werden. Zur Wahl: www.vogeldesjahres.de

Foto: NABU / Dorothea Bellmer

Montag, 11. Januar 2021 11:28 Uhr

Hannover (red). Im Jahr 2018 gab knapp die Hälfte der Menschen in Niedersachsen (46%) an, unter chronischen Erkrankungen zu leiden. Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) weiter mitteilt, litt fast ein Viertel (24%) seit mindestens einem halben Jahr unter Gesundheitsproblemen, die sie bei täglichen Aktivitäten einschränkten.

Insgesamt schätzten fast zwei Drittel (63%) aller Befragten ihren Gesundheitszustand trotzdem als gut oder sehr gut ein, mehr als ein Viertel (28%) als mittelmäßig und knapp ein Zehntel (9%) als schlecht oder sehr schlecht.

Im Alter von 16 bis 24 Jahren waren etwa 92% der Bevölkerung mit ihrem Gesundheitszustand sehr zufrieden oder zufrieden, lediglich ein Fünftel (20%) litt nach eigener Einschätzung unter einer chronischen Krankheit. Mit steigendem Alter hatten immer mehr Menschen an gesundheitlichen Einschränkungen zu leiden. Im Alter von 75 Jahren und älter berichteten mehr als 43% aller Personen von so starken Problemen, dass sie in ihren alltäglichen Aktivitäten eingeschränkt waren. Zwei Drittel dieser Altersgruppe gaben an, unter chronischen Krankheiten zu leiden. Dennoch waren auch bei den älteren Personen noch mehr als vier von fünf (85%) mit ihrem Gesundheitszustand mittelmäßig, gut oder sehr gut zufrieden.

Personen mit einem mittleren oder hohen Bildungsabschluss waren im Jahr 2018 zufriedener mit ihrem Gesundheitszustand als Personen mit einem niedrigen Bildungsabschluss. Während rund zwei Drittel der Befragten mit mittlerem oder hohem Bildungsstand angaben, mit ihrem Gesundheitszustand zufrieden oder sehr zufrieden zu sein, sagten dies nur gut die Hälfte der Personen mit niedrigem Bildungsstand. Auch bei den chronisch Erkrankten gab es ein leichtes Bildungsgefälle. So gaben etwa 46% der Befragten mit mittlerem oder hohem Bildungsstand an, chronisch krank zu sein, aber gut 50% der Personen mit niedrigem Bildungsstand.

Zum PDF geht es HIER.

Foto: red

Samstag, 09. Januar 2021 06:43 Uhr

Niedersachsen (red). Durch das Onlinezugangsgesetz (OZG) werden alle öffentlichen Verwaltungen bis Ende 2022 verpflichtet, den Bürgerinnen und Bürgern einen digitalen Zugang zu den jeweiligen Dienstleistungen zu ermöglichen. Das Land Niedersachsen wird gemeinsam mit der GovConnect GmbH in den kommenden zwei Jahren die Kommunen bei der Bereitstellung verschiedener Verwaltungsdienstleistungen unterstützen. Das Projekt hat ein Volumen von fünf Millionen Euro. 

Für den Niedersächsischen Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, hat die Umsetzung der Digitalisierung dieser Verwaltungsleistungen höchste Priorität. „Auch die Corona-Pandemie und Begleiterscheinungen wie teils geschlossene Rathäuser haben uns deutlich gemacht, wie wichtig es ist, die Digitalisierung der verschiedenen Dienstleistungen weiter mit hoher Priorität voran zu treiben. Die Bürgerinnen und Bürger erwarten zurecht von den öffentlichen Verwaltungen, dass diese mit dem technischen Standard privater Dienstleister Schritt halten. Gleichzeitig gibt es Verwaltungsdienstleistungen, bei denen persönliche Beratungen für viele Menschen wichtig sind. Es gibt zudem Bürgerinnen und Bürger, die einen erschwerten Zugang zu den digitalen Angeboten haben." 

Von den insgesamt 575 Dienstleistungen von Bund, Ländern und Kommunen entfallen ca. 90 Leistungen auf die Kommunen. Mit dem finanziellen Beitrag des Landes sollen Modellprojekte zur Digitalisierung in ausgewählten Kommunen und die Entwicklung von Onlinediensten unterstützt werden. Als Partner für die Umsetzung wurde die GovConnect GmbH gewonnen, an der das Land Niedersachsen seit September 2020 beteiligt ist. Weitere Gesellschafter der GovConnect sind die kommunalen IT-Dienstleister und die kommunalen Spitzenverbände. 

Der IT-Bevollmächtigte der Landesregierung und Chief Information Officer (CIO), Dr. Horst Baier, sagt zur Beteiligung Niedersachsens an der GovConnect: „Die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes und die Digitalisierung von Verwaltungsleistungen kann nur im Schulterschluss von Land und Kommunen gelingen. Durch die Einbindung der GovConnect und damit auch der kommunalen IT-Dienstleister in das Programm ‚Digitalisierung der Verwaltung in Niedersachsen' können wir künftig sehr viel enger zusammenarbeiten und die Kommunen besser unterstützen." 

Die Übergabe der Projektleitung für das Projekt „P15 - Modell-Digitalisierungsprojekte in Modellkommunen" an die GovConnect ist ein wichtiger Schritt zur Unterstützung der Kommunen bei der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes. Die Beauftragung erfolgte Anfang Dezember. Ziel ist es, ausgewählte Verwaltungsleistungen beispielhaft zu digitalisieren, um so die Einführung in den einzelnen Verwaltungen zu erleichtern. 

Der erste Schritt wird dabei eine Bestandsaufnahme der schon bestehenden digitalen Angebote der Kommunen sein. Bei der Projektumsetzung soll das Grundprinzip „Einer für Alle" verfolgt werden. Dahinter steht die Idee, dass eine Arbeitsteilung zwischen den Kommunen vereinbart wird. Eine Onlineleistung soll möglichst an einer Stelle entwickelt und dann für alle anderen Kommunen bereitgestellt werden. „Ich verspreche mir von dieser Vorgehensweise eine höhere Wirtschaftlichkeit und eine schnellere Umsetzung von Onlinediensten. Wichtig wird die Festlegung von einheitlichen Standards sein, damit alle Kommunen von dem Projekt profitieren können", so Dr. Baier. Die Auswahl der Modellkommunen erfolgt in Zusammenarbeit mit den kommunalen Spitzenverbänden. 

Neben der finanziellen Unterstützung von Modellprojekten stellt das Land Niedersachsen auch die technische Infrastruktur für die Umsetzung des OZG den Kommunen zur Verfügung. Künftig benötigt jede Privatperson und jedes Unternehmen ein persönliches Servicekonto zur Abwicklung der eigenen Behördenangelegenheiten. Das Servicekonto befindet sich derzeit im Testbetrieb und steht voraussichtlich Ende des ersten Quartals 2021 zur Verfügung. Weiterhin können die Kommunen seit April 2020 die elektronische Rechnung des Landes nutzen. Damit alle Kommunen bis Ende 2022 möglichst viele Leistungen digital anbieten können, wird auch die Übernahme von Onlinediensten aus anderen Bundesländern geprüft.

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