Northeim (red). Mitglieder der Partei „Die Linke“ haben in den vergangenen Wochen in Northeim Haustürgespräche geführt, um mit Bürgerinnen und Bürgern über ihre Anliegen und Probleme im Alltag zu sprechen. Nach Angaben der Partei sollten die Gespräche dazu dienen, politische Themen stärker an den Bedürfnissen der Menschen vor Ort auszurichten.
„Immer mehr Menschen fühlen sich einsam und isoliert“, erklärte Miriam Garrido Zurek, die die Aktion gemeinsam mit Jens Ewers vorbereitet hatte. „Mit den Haustürgesprächen brechen wir das Eis: Wir gehen direkt auf die Menschen zu.“
Auch für neue Mitglieder sei der direkte Austausch eine besondere Erfahrung gewesen. „Zuerst hat es Überwindung gekostet, Menschen an der Haustür einfach anzusprechen, aber dann war es sehr interessant, den Menschen zuzuhören“, sagte Malte Fahlbusch.
Themen reichen von Freizeitangeboten bis Wohnsituation
In den Gesprächen seien verschiedene Themen angesprochen worden. Nach Angaben der Partei bemängelten einige Bürgerinnen und Bürger unter anderem fehlende Angebote für Kinder und Jugendliche. Zudem sei wiederholt die Situation auf dem Wohnungsmarkt zur Sprache gekommen.
So habe ein junger Familienvater berichtet, dass es schwierig sei, in Northeim eine größere Wohnung zu finden. Andere hätten von Problemen in Mietwohnungen berichtet, etwa von defekten Klingeln oder Haustüren, Schimmel in Wohnungen oder nicht funktionierenden Fahrstühlen. Zudem seien Schwierigkeiten mit Hausverwaltungen und fehlerhafte Nebenkostenabrechnungen angesprochen worden.
„Haustürgespräche zeigen uns, wo Menschen im Alltag mit Ungerechtigkeiten zu kämpfen haben. Daraus entsteht für uns konkrete politische Arbeit – etwa mit unserem Heizkostencheck“, erklärte Lara Macke vom Ortsverband Einbeck/Bad Gandersheim der Partei „Die Linke“. Man wolle auch künftig den direkten Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern suchen.
Foto: Die Linke