Northeim (red). Es war ein Bild des Jammers, als am Ende ein 23:22 auf der Anzeigetafel in der HUK-Coburg Arena zu sehen war. Der HSC 2000 Coburg II hatte seine letzte Chance auf den Sieg genutzt. Der Ball sprang unter Frederic Stammers Hand durch, unter die Latte und ins Tor - dann ertönte bereits die Schlusssirene und das Spiel war verloren. Alles in allem sei es ein gebrauchter Tag, hörte man von Northeimer Seite.

"Dieser fing schon schwierig an, indem wir erst 45 Minuten vor Anpfiff in Coburg ankamen und uns unter sehr viel Hektik umziehen und warmmachen mussten. Diese Hektik übertrug sich leider auch in unsere erste Halbzeit. Wir nahmen uns überhastete Würfe, leisteten uns mehrere technische Fehler und trafen auch einige freie Würfe vom Kreis nicht. Zum Glück für uns zeigte Frederic Stammer im Tor eine bärenstarke Leistung, indem er mehrere freie Bälle und einiges aus dem Rückraum von Coburg II parierte", gab der Verein weiter zu Protokoll. Zur Halbzeit stand es bereits 12:7 für den Gastgeber.

In die zweite Halbzeit startete Northeim dann wesentlich besser und mit einem schnellen 0:3-Lauf war der NHC mit 12:10 wieder in Schlagdistanz. In der 42. Minute war es Sören Lange, der vom Siebenmeterpunkt den 15:15-Ausgleich besorgte. In der Folge legte der Gastgeber vor und Northeim glich aus. Beim Stand von 18:18 in der 47. Minute hatte der NHC dreimal die Chance in Führung zu gehen - bei der Möglichkeit blieb es dann aber auch. Das Spiel setzte sich so fort, dass Coburg II wieder vorlegte und der NHC nachzog, bis zu den dramatischen Ereignissen in den Schlusssekunden.

"Am Ende ist es eine schmerzliche Niederlage, die nicht hätte sein müssen. Jetzt gilt es sich den Mund abzuwischen und weiterzumachen. Die erste Gelegenheit haben wir dazu nächste Woche gegen die SG Leutershausen."

Aufstellung

HSC 2000 Coburg II: Titze, Foluszny; Munoz, Dude 5/4, Merkwirth, Kellner 1, Pernet, Drude 4, Rivera 1, Härtl, Knauer 3, Bühler, Schramm 5, Wolf 4

NHC: Stammer, Gobrecht, Armgart; Meyer 8, Jöhnk 1, Schlüter, Krebs 1, Lange 5/2, Seekamp 1, Hoppe 2, Haberecht, Wilken, Gerstmann 4, Dewald

Ausblick

Am kommenden Sonntag kommt mit der SG Leutershausen ein ehemaliger Bundesligist und gleichzeitig der Meisterschaftsfavorit. Hier will sich die Barnkothe-Sieben ihr Glück zurück holen und wieder in die Erfolgsspur einbiegen. Hierfür hofft man auf eine volle und stimmungsvolle „Schuhwallhölle". Anpfiff ist am 8. Oktober um 17 Uhr. Die Tageskasse öffnet um 16 Uhr.