Northeim (red). Die Bundestagsabgeordnete Karo Otte hat am 11. Februar gemeinsam mit Bürgermeister Simon Hartmann, dem Grünen Landratskandidaten Jakob Reiter sowie der Grünen Northeimer Stadträtin Marie Wilp das neu gestaltete Medienzentrum in Northeim besucht. Leiterin Leonie Wille stellte dabei die Entwicklungen der vergangenen Jahre vor und gab Einblicke in das erweiterte Angebot.
In den vergangenen Jahren sei das Medienzentrum deutlich ausgebaut worden, unter anderem durch zusätzliche Mittel vom Land Niedersachsen. Nach Angaben der Beteiligten wurden neue Bücher sowie technisches Equipment wie 3D-Drucker und Klassensätze für Robotik angeschafft. Künftig solle das Zentrum insbesondere für Lehrkräfte noch stärker Anlaufstelle sein. Geplant seien unter anderem Materialien zum Umgang mit digitalen Medien und zur Einordnung von Fake News. Darüber hinaus stünden Online-Enzyklopädien zur Verfügung, die auch von zuhause aus genutzt werden könnten.
Neben der klassischen Medienausleihe habe das Medienzentrum auch als Freizeit- und Begegnungsort an Bedeutung gewonnen. Im Untergeschoss gebe es inzwischen eine Nintendo Switch sowie Sitzmöglichkeiten zum Lesen und Lernen.
Bildung als öffentliche Aufgabe
Karo Otte zeigte sich beeindruckt und erklärte: „Das Medienzentrum ist ein echtes Zukunftsprojekt für Northeim. Hier wird Bildung mit digitalen Angeboten, Medienkompetenz und einem offenen Ort für alle Generationen modern gedacht. Besonders beeindruckt hat mich, wie konsequent hier neue Technologien wie Robotik oder 3D-Druck in die Bildungsarbeit integriert werden.“
Mit Blick auf die angespannte Finanzlage vieler Kommunen sagte Otte weiter, Städte und Gemeinden stünden bundesweit unter massivem finanziellen Druck. Stadtbibliotheken müssten vielerorts schließen, weil kein Geld da sei. Das Medienzentrum zeige, was möglich sei, wenn Kommunen investieren könnten. Solche Orte der Bildung und Begegnung seien keine freiwillige Spielerei, sondern zentrale Bestandteile öffentlicher Daseinsvorsorge. „Sie dürfen nicht kaputtgespart werden.“
Das Medienzentrum solle künftig noch stärker als offener, niedrigschwelliger Ort für alle Menschen in der Stadt wirken. Für Otte stehe fest: „Für ein lebendiges Northeim müssen wir solche Orte stärken statt ihnen das Geld zu kürzen!“
Foto: Medienzentrum