Einbeck (red). Am Montagabend kamen die örtliche Bundestagsabgeordnete Frauke Heiligenstadt und Dr. Matthias Miersch im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Fraktion vor Ort" in der Alten Synagoge Einbeck mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch. Dr. Matthias Miersch ist Vize-Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion und folgte der Einladung von Frauke Heiligenstadt.

Das neue Gebäudeenergiegesetz ist Anfang dieses Jahres in Kraft getreten. Die Förderdetails sind seit Anfang Februar veröffentlicht und Dr. Matthias Miersch, in der SPD-Bundestagsfraktion für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zuständig, hat wichtige Eckpunkte zu dem Gesetz mitverhandelt und die Ergebnisse nun in Einbeck vorgestellt. Dabei hob er hervor, dass nun wichtige Förderungen sowie ein sozialer Ausgleich im Gesetz enthalten seien.

Damit Deutschland im Jahr 2045 klimaneutral sein kann, dürfen bis zu diesem Zeitpunkt keine Heizungen mit fossilen Brennstoffen mehr in Betrieb sein. Zwar schließt das Heizungsgesetz das Einbauen fossiler Heizungen in den nächsten Jahren nicht aus, jedoch ist eine professionelle Beratung der Betroffenen vorgesehen. Diese soll unter anderem über die Preisentwicklung fossiler Brennstoffe aufklären.

Damit die Bürgerinnen und Bürger beim Heizen zukunftssicher aufgestellt sind und gleichzeitig nicht mit den Kosten einer klimafreundlichen Heizung überfordert werden, sieht das Heizungsgesetz umfassende Förderungen vor. So können bis zu 70 Prozent der Kosten für die neue Heizung übernommen werden. 30 Prozent stehen allen Bürgerinnen und Bürgern zu, hinzu kommen 30 Prozent für Haushaltseinkommen unter 40.000 Euro im Jahr. Weitere Prozente werden gefördert, je früher man die Heizung umstellt. Im Rahmen der Veranstaltung konnten viele Fragen gestellt werden, die sich unter anderem um Themen wie Förderbedingungen, Fristen und die kommunale Wärmeplanung rankten. Frauke Heiligenstadt resümiert: „Es ist gut, dass viele Interessierte da waren und wir so über die wichtigsten Veränderungen beim Gebäudeenergiegesetz informieren konnten. Der nächste Schritt wird die kommunale Wärmeplanung sein. Damit können die Menschen Orientierung über die Möglichkeiten vor Ort erhalten. Das ist wichtig für die Aufgabe auch bei der Heizung ab 2045 klimaneutral zu werden.“

Foto: Büro Heiligenstadt