Montag, 24. Mai 2021 12:18 Uhr

„Ein Stückchen Kirchentag nach Hause gebracht“: Julia Grote schildert Eindrücke vom ökumenischen „fuereinander.stream“

Northeim (red). Den dritten Ökumenischen Kirchentag erlebte Julia Grote, Kirchenkreisjugendwartin in Uslar, von zu Hause aus. Sie nahm digital am dritten Ökumenischen Kirchentag teil. Ihr Fazit: „Die Zuschauer erwartete ein vielfältiges Programm, ein Mix aus vorproduziertem Material und Live-Schaltungen“.

Zum Mitmachen fanden zum Beispiel eine Kochshow, Sporteinheiten und eine Schreibwerkstatt statt, daneben konnten natürlich auch Andachten und ein Abendmahlsgottesdienst erlebt werden. So gab es unter anderem Interviews mit der Frankfurter Bahnhofsmission, Musik und Talkrunden mit „Anders.Amen“ und „LateNightShow“. Auch der Podcast „Flüsterfragen“, der von und Diakonin Elske Gödeke gestaltet wird, war mit einer Live-Folge beim Ökumenischen Kirchentag dabei. Thema war die biblische Geschichte von der „Speisung der 5000“. Die Folge wird am kommenden Mittwoch über die Podcast-Plattform zu hören sein.

„Flüsterfragen“ ist ein Podcast für persönliche Glaubensfragen, die man sich nicht traut, laut zu stellen. Das Angebot der Uslarer Diakonin ist auch bei Instagram zu finden.

Der dritte Ökumenische Kirchentag startete an Himmelfahrt mit einem Fernsehgottesdienst über den Dächern Frankfurts. Dieses Jahr fand er weitgehend digital und dezentral unter dem Motto: „Schaut hin!“ (Mk 6,38) statt. Gastgebende Kirchen waren die Evangelische Kirche Hessen und Nassau und das Bistum Limburg. Viele bekannte Formate wie Podien, Diskussions-runden und Bibelarbeit wurden in digitalen Programmen angeboten und luden zum Mitmachen ein. In Frankfurt selbst gab es einige „Kunstinstallationen“, beispielsweise einen Stadtspaziergang zu den Buchstaben s-c-h-a-u-t-h-i-n oder einen überdimensionalen, 28 Meter langen, blauen Tisch unter dem Titel „EIN TISCH“ im Stadtzentrum. Abschluss war am Sonntag der Fernsehgottesdienst mit mutigen Schlagworten aus der Predigt, wie Julia Grote, Kirchenkreisjugendwartin in Uslar, findet. Wörtlich hieß es: „Ein neues Miteinander zwischen Geschlechtern und neue ökumenische Geschwisterlichkeit muss in die Mitte gestellt werden“.

Julia Grote war außerdem im parallel stattfindenden „fuereinander.stream“ eingebunden. Dabei handelt es sich um einen 24-Stunden-Spenden-Livestream zugunsten des zivilen Seenotrettungsbündnisses „United4Rescue“. Initiatoren waren das freie „ruach.jetzt“- Netzwerk und das „yeet“- Netzwerk (EKD). Mit vielen Hygienemaßnahmen konnten zwei Studios in den Räumen des Gemeinschaftswerks der evangelischen Publizistik (GEP) aufgebaut werden, technisch begleitet wurde der Stream vom Mediendienst der Evangelischen Jugend Bramsche. Gesendet wurde von Samstag, um 9 Uhr bis Sonntag, um 9 Uhr.

Das Fazit von Julia Grote: „Trotz aller Hygiene-Auflagen war es für mich persönlich eine wertvolle Erfahrung digital dabei zu sein und einen kleinen Teil zum Stream beizutragen. So konnten wir nicht nur ein Stückchen Kirchentag nach Hause bringen, sondern auch die wichtige Arbeit von United4Rescue unterstützen.“ Insgesamt sind bei der Aktion über 7.300 Euro gespendet worden, über 5000 unterschiedliche Nutzerinnen und Nutzer haben in den Stream geschaut. Ein stattliches Ergebnis.

Weitere Infos sind unter www.oekt.de/fuereinanderstreamen oder auch unter www.fuereinander.stream zu finden. Der nächste Ökumenische Kirchentag findet vom 7. bis 11. Juni 2023 in Nürnberg statt. Bei dem Erfolg des ökumenischen Streaming-Spendenaktion wird es sicherlich auch hier eine Fortsetzung geben.

 

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