Einbeck/Südniedersachsen (red). Die Johanniter-Rettungshundestaffel Südniedersachsen verfügt seit 28. Januar über ein neues Einsatzfahrzeug. Bei einer feierlichen Übergabe erhielt Staffelleiterin Saskia Walter den Schlüssel für einen speziell ausgebauten VW Crafter. Überreicht wurde das Fahrzeug von Marc Küchemann, Regionalbereitschaftsführer der Johanniter in Südniedersachsen, im Beisein zahlreicher Gäste aus dem Blaulichtbereich.
Der neue VW Crafter ist gezielt auf die Anforderungen der Rettungshundearbeit zugeschnitten. Das Fahrzeug bietet sieben Sitzplätze für Einsatzkräfte sowie zehn klimatisierte Hundeboxen. Diese gewährleisten auch bei hohen oder niedrigen Außentemperaturen optimale Bedingungen für die Tiere und ermöglichen einen möglichst stressarmen Transport zum Einsatzort. Eine leistungsstarke Umfeldbeleuchtung sowie zusätzliche Beleuchtung in den Boxen sorgen dafür, dass sich Hunde und Hundeführerinnen und Hundeführer auch bei Dunkelheit oder widrigen Wetterverhältnissen sicher vorbereiten können. Ergänzt wird die Ausstattung durch ein separates Gerätefach für Funk- und GPS-Technik sowie Erste-Hilfe-Ausrüstung für Mensch und Hund.
Fahrzeug gezielt für Rettungshundearbeit konzipiert
Staffelleiterin Saskia Walter betonte bei der Übergabe, das neue Einsatzfahrzeug sei speziell auf die Anforderungen der Rettungshundestaffel ausgelegt. Es ermögliche einen sicheren, tiergerechten und einsatznahen Transport der Hunde und Einsatzkräfte. Damit stelle der VW Crafter einen wichtigen Baustein dar, um die vielfältigen Aufgaben der Staffel auch künftig zuverlässig, sicher und professionell erfüllen zu können.
Anschaffung durch Förderungen und Spenden ermöglicht
Die Kosten für das Fahrzeug belaufen sich auf fast 100.000 Euro. Ermöglicht wurde die Anschaffung durch Sponsoring und finanzielle Unterstützung, die die ehrenamtliche Arbeit der Rettungshundestaffel maßgeblich trägt. Einen wesentlichen Anteil übernahm die GlücksSpirale mit einer Förderung in Höhe von 52.000 Euro. Zusätzlich gingen weitere Einzelspenden in fünfstelliger Höhe ein.
Marc Küchemann machte deutlich, dass die Rettungshundestaffel weiterhin auf Spenden angewiesen sei. Ausbildung, Ausrüstung und laufender Einsatzbetrieb könnten nur durch kontinuierliche Unterstützung sichergestellt werden. Das neue Fahrzeug sei daher nicht nur Ausdruck moderner Ausstattung, sondern auch ein Zeichen der Wertschätzung für das Ehrenamt und den persönlichen Einsatz der Beteiligten.
Enge Zusammenarbeit im Einsatzfall
In ihren Grußworten würdigten unter anderem Tobias Brackmann von der Werksfeuerwehr des Saatgutherstellers KWS, Harald Sehl als stellvertretender Abschnittsleiter des Brandschutzabschnitts Nord der Kreisfeuerwehr Northeim sowie Wolfgang Römer und Marc-Dennis Pülm, Leiter der Polizeikommissariate Einbeck und Holzminden, die Bedeutung der Rettungshundestaffel. Sie hoben die gute und professionelle Zusammenarbeit bei Vermisstensuchen hervor.
Die Rettungshundestaffel Südniedersachsen arbeitet rein ehrenamtlich und ist an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr einsatzbereit. Aktuell gehören der Staffel 26 ehrenamtliche Mitglieder sowie 26 Hunde an, die sich in der Ausbildung zur Flächen- und Trümmersuche befinden. Sechs Teams sind bereits als Flächensuchhunde geprüft und einsatzfähig. Das Einsatzgebiet umfasst den gesamten Raum Südniedersachsen, insbesondere die Landkreise Göttingen, Northeim, Holzminden, Hameln und Hildesheim.
Im Durchschnitt wird die Staffel jährlich zu etwa 15 bis 20 Vermisstensuchen alarmiert. Darüber hinaus engagieren sich die Mitglieder in der Geländerettung, unterstützen die Führungs- und Kommunikationsstruktur und wirken bei Großschadenslagen im Katastrophenschutz mit.
Foto: Johanniter/Maike Müller