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Mittwoch, 07. Januar 2026 Mediadaten
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Hamburg (red). Ein Turnier, das allen Beteiligten lange in Erinnerung bleiben dürfte: Die männliche D-Jugend des Northeimer HC gewann Anfang Januar 2026 den renommierten Lille-Cup in Hamburg-Schenefeld. Trotz schwieriger Witterungsbedingungen, langer Anreise, Müdigkeit und eines nicht vollständigen Kaders setzte sich das Team gegen starke Konkurrenz durch und sicherte sich verdient den Turniersieg.

Ursprünglich hatten die Trainer Christian Funke, Alexander Bruns-Micheletti, Michael Kundel-Heise und Mats Bumke geplant, an der zeitgleich stattfindenden Mini-EM 2026 in Hannover teilzunehmen. Da die Auslosung jedoch keine Teilnahme ermöglichte, fiel die Entscheidung auf eine kurzfristige Alternative – die Fahrt nach Hamburg zum traditionsreichen Lille-Cup.

Schwierige Voraussetzungen und neue Gegner

Das Teilnehmerfeld des Turniers setzte sich aus Mannschaften aus Hamburg, Schleswig-Holstein, Bremen und Nord-Niedersachsen zusammen. Für den Northeimer HC bedeutete dies unbekannte Gegner und neues Terrain. Zusätzlich musste das Team auf die beiden HVNB-Auswahlspieler Anton Hartdegen und Florian Schulze verzichten, die familiär verhindert waren. Der Kader bestand aus einem Mix von Spielern der D1 und D2 der Jahrgänge 2013 und 2014.

Bereits die Anreise am 2. Januar 2026 entwickelte sich zu einer Herausforderung. Ein Wintereinbruch legte Hamburg und das Umland nahezu lahm. Mit Verspätung erreichte die Mannschaft die Jugendherberge an den Landungsbrücken. Da der Turnierbeginn am Folgetag bereits um 8.30 Uhr angesetzt war, war eine Übernachtung notwendig. Trotz kurzer Nacht sammelten die Spieler beeindruckende Eindrücke von Elbe, St. Pauli und der Reeperbahn, ehe es früh am Morgen vorsichtig weiter nach Schenefeld ging.

Enges Turnier mit hohem Niveau

Im A-Pokal der männlichen D-Jugend traten sieben Mannschaften im Modus „Jeder gegen jeden“ gegeneinander an. Bei einer Spielzeit von lediglich 14 Minuten pro Partie waren Konzentration und Effizienz entscheidend. Das Niveau erwies sich als ausgeglichen und hoch, jedes Spiel wurde durch Kleinigkeiten entschieden.

Zum Auftakt gewann der Northeimer HC gegen die HSG Verden-Aller mit 14:8. Es folgte ein intensives 10:10-Unentschieden gegen den HC Treia/Jübeck, bei dem frühe Schwierigkeiten und eine verpasste Führung den Sieg verhinderten. Gegen die erste Mannschaft des Gastgebers HTS/BW 96 Handball entwickelte sich ein echter Krimi. Mit dem Schlusspfiff erzielte Noah Lohmann per Wurf aus der Distanz das entscheidende 9:8 – ein Moment, der für große Emotionen sorgte.

Ein deutliches 14:7 gegen den VfL Horneburg folgte, ehe der Northeimer HC gegen den HT Norderstedt mit 9:12 unterlag. Vor dem abschließenden Spiel war die Ausgangslage klar: Nur ein Sieg gegen den HC Bremen würde aufgrund der besseren Tordifferenz den Turniersieg ermöglichen.

Finaler Kraftakt bringt den Titel

Im letzten Spiel mobilisierte das Team noch einmal alle Kräfte. Gegen den körperlich überlegenen HC Bremen zeigte der Northeimer HC eine geschlossene, kämpferische Leistung. Bis zum Ende blieb die Partie ausgeglichen, mit einem knappen Vorteil für die Mannschaft aus Südniedersachsen. Am Ende stand ein viel umjubelter 10:8-Erfolg – und damit der Turniersieg beim Lille-Cup 2026.

Der Jubel bei Spielern, Trainerteam und mitgereisten Eltern war entsprechend groß. Auch neutrale Zuschauerinnen und Zuschauer würdigten die Leistung mit Applaus. Die Rückreise gestaltete sich aufgrund weiterer winterlicher Verkehrsbehinderungen langwierig, endete jedoch sicher in Northeim.

Vierter Turniersieg der Saison

Für die männliche D-Jugend des Northeimer HC war es bereits das vierte Turnier der Saison – und der vierte Turniersieg. Besonders unter den gegebenen Umständen bewerten die Trainer den Erfolg als außergewöhnlich. Die Mannschaft überzeugte durch Tempo, geschlossene Abwehrarbeit und Torgefahr aus allen Positionen. Einzelne Spieler stellten die Trainer bewusst nicht heraus, da sich das Team als geschlossene Einheit präsentierte.

Gemeinsam feierten den Turniersieg: Eike Splittgerber, Henry Koblitz, Ole Micheletti, Leonas Besser, Malo Kühn, Jonathan Moll, Lenni Micheletti, Moritz Funke, Hannes Beuter, Jakob Sprenger, Marlon Braukmüller, Emilio Blawe, Noah Lohmann, Carl Medecke und Linus Kühn.

Der Blick richtet sich nun optimistisch auf den weiteren Saisonverlauf – und auf das nächste große Ziel: die HVNB-Mini-WM im Mai 2026.

Fotos: NHC

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