Freitag, 08. November 2019 07:35 Uhr

Sitzung des Kreisausschusses am 4. November: Anlaufstelle Frühe Hilfen soll mehr Geld erhalten

Northeim (lpd). (Werdende) Eltern von Kindern im Alter von 0 bis 3 Jahren finden bei der Anlaufstelle Frühe Hilfen umfassende Hilfs- und Beratungsangebote. Der Kreisverband Northeim des Kinderschutzbundes hat diese Anlaufstelle 2008 im Gebäude Entenmarkt 3-4 in Northeim eingerichtet. Er ist damit ein wichtiger Partner des Landkreises Northeim.

Die Leistungsvereinbarung zwischen dem Landkreis Northeim und dem Kinderschutzbund soll jetzt angepasst werden. Um die erhöhten Personalkosten decken zu können, soll die finanzielle Unterstützung des Landkreises ab 2020 auf 78.000 Euro erhöht werden. Außerdem soll der jährliche Zuschuss im Falle von nachgewiesenen Tariferhöhungen künftig entsprechend steigen. Der Kreisausschuss hat am vergangenen Montag einstimmig zugestimmt.

Die Anlaufstelle Frühe Hilfen unterstützt Eltern und Familien, um Säuglingen und Kleinkindern ein gutes Aufwachsen zu ermöglichen. Ein möglichst frühzeitiger und niedrigschwelliger Kontakt soll die Familien entlasten und die Eltern stärken. Zu den häufigsten Anlässen für eine Beratung zählen gesundheitliche Probleme der Kinder, wie zum Beispiel Regulationsstörungen bei Säuglingen oder Entwicklungsverzögerungen bei Kindern. Aber auch finanzielle Sorgen, die Trennung der Eltern oder eine ungeplante Schwangerschaft stellen die Eltern vor größere Herausforderungen. Regelmäßige Sprechstunden in der Geburtsklinik Northeim und in den Familienzentren im Kreisgebiet gehören deshalb zum Angebot.

Im Rahmen eines Pilotprojektes bietet der Kinderschutzbund derzeit auch Sprechstunden in Kinderarztpraxen an. Die Vermittlung durch die Kinderärzte führt zu einer hohen Akzeptanz bei den Familien, was den Zugang zu einer Beratung wesentlich erleichtert. Ob das Angebot dauerhaft in die Arbeit der Anlaufstelle Frühe Hilfen integriert werden kann, wird nach Auswertung der Pilotphase zwischen dem Landkreis Northeim und dem Kinderschutzbund abgestimmt. Was schon jetzt feststeht: Die Zahl der betreuten Familien konnte nicht zuletzt durch das Pilotprojekt stark gesteigert werden. Deshalb wird auch angestrebt, dieses Beratungsangebot mittel- bis langfristig in die laufende Arbeit der Anlaufstelle Frühe Hilfen aufzunehmen.

Foto: Symbolbild

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