Mittwoch, 06. Februar 2019 10:15 Uhr

Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr Northeim

Northeim (red) Der Ortsbrandmeister der Schwerpunktfeuerwehr Northeim Jens Pinneke hatte alle Kameradinnen und Kameraden der Ortsfeuerwehr Northeim sowie Gäste zur diesjährigen Jahreshauptversammlung in das Feuerwehr-Kreisschulungszentrum an der Feuerwehrtechnischen zentrale Northeim eingeladen. Die Tagesordnung sah 12 Tagesordnungspunkte vor.

Jens Pinneke eröffnete um 19.09 Uhr die Versammlung. Er begrüßte alle anwesenden Kameradinnen, Kameraden, sowie die zahlreich erschienenen Gäste von Rat und Verwaltung der Stadt Northeim, der Feuerwehren, Abschnittsbrandmeister Manfred Voß, Vertreter der örtlichen Vereine und den Bundestagsabgeordneten Dr. Roy Kühne. Er stellte anschließend die Beschlussfähigkeit der Versammlung fest.

Nach der Ehrung der Verstorbenen des vergangenen Jahres, fragte Pinneke, ob gegen die bestehende Tagesordnung und Niederschrift Einwände bestehen. Da dieses nicht der Fall war, war die Tagesordnung für 2019 und die Niederschrift von 2018 somit bestätigt. 

Bericht des Ortsbrandmeisters:

Jens Pinneke begann seinen Bericht mit den Worten: „Erfreulicherweise konnten wir unseren Bestand an aktiven Kameradinnen und Kameraden nicht nur halten, sondern auch noch um ein Mitglied auf 84 Mitglieder erhöhen“. Das freute Pinneke persönlich sehr und hofft in den nächsten Jahren auf weitere Mitglieder oder Mitgliederinnen. Die Kinder- sowie Jugendfeuerwehr können sich mit über 20 Mitgliedern sehen lassen. Dieses sei ein wichtiges Standbein, so Pinneke, für einen kontinuierlichen Nachwuchs. Weiterhin seien die Zahlen der Senioren der Ortsfeuerwehr Northeim konstant geblieben. Zusammen mit den fördernden Mitgliedern ergibt sich ein Gesamtbestand von 329 Mitgliedern in der Ortsfeuerwehr Northeim.

Aktive Mitglieder 84, Jugendfeuerwehr 18, Kinderfeuerwehr 34, Altersabteilung 52  und Fördernde Mitglieder 141.

Weiterhin gab Pinneke Personalwechsel in der Ortsfeuerwehr bekannt: Jan-Tobias Herpolsheimer ist Gruppenführer der 1. Löschgruppe, sein Stellvertreter ist Tobias Voß. Dennis Pfüller, der seit Sommer 2018 die Kinderfeuerwehr kommissarisch leitet, stellt dieses Amt zum Jahreswechsel zur Verfügung. Somit wird ein neuer Kinderfeuerwehrwart oder Kinderfeuerwehrwartin bei der Ortsfeuerwehr gesucht. Die Jugendfeuerwehr wird von Stefan Klie geführt, sein Stellvertreter ist Tobias Harms.+++ Im vergangenen Jahr musste die Wehr an den 365 Tagen zu 414 Einsätzen ausrücken. Das ist sei eine Quote von 1,13 Einsätzen am Tag. Das hat die Ortsfeuerwehr zum Anlass genommen einen VIDEO-Kurzfilm zu drehen.

Großbrände 3,  Mittelbrände 37, Kleinbrände 51, Entstehungsbrände 57, Nachbarl. Löschhilfen 23 und Hilfel./Verkehrsunfälle 243.

Herausragend bei den Einsätzen sind die Hilfeleistungseinsätze. Es sei ein Unwettereinsatz weniger wie 2017. Das sollte die Wehr aber nicht in Sicherheit wiegen, denn die Unwettereinsätze im Stadtgebiet Bad Gandersheim im vergangenen Jahr haben gezeigt, dass es einen auch einmal doppelt erwischen könne. Dafür schlagen bei den Brandeinsätzen 2018 ganz klar die Einsätze der Heimrauchmelder zu Buche. Das neue Jahr hat erst kurz begonnen und die Wehr musste schon zu 31 Einsätzen ausrücken. Hinter den 414 Einsätzen stehen 5509 Einsatzstunden, das sich fast 200 Stunden mehr als 2017. Somit entfallen auf jeden aktiven Kameraden /-in 66 Einsatzstunden. Von 84 aktiven Mitgliedern fahren 62 regelmäßig Einsätze mit.

Ausbildung / Veranstaltungen:

Neben dem wöchentlichen Ausbildungsdienst von Februar bis Oktober der Wehr, lag ein großes Augenmerk auf der Öffentlichkeitsarbeit. Es wurden mehrere Aktionen auf diversen Märkten, bei Vereinen und in der Innenstadt von Northeim durchgeführt. Dazu kamen noch die üblichen Sonderdienste wie Fahrzeugpflege, überörtliche Übungen, Atemschutz- und Maschinisten Ausbildung und Lehrgänge an den Niedersächsischen Akademien für Brand und Katastrophenschutz in Celle und Loy. Im vergangenen Jahr musste die Ortsfeuerwehr ihr Tanklöschfahrzeug 3000 an die Ortsfeuerwehr Langenholtensen abgeben. Ihr Tanklöschfahrzeug 8/18, das in Langenholtensen stationiert war, ist ausgefallen. Aus Altersgründen sind keine Ersatzteile mehr lieferbar gewesen. Noch in diesem Jahr, so Pinneke, soll die Ortsfeuerwehr Northeim ein Tanklöschfahrzeug 4000 von der Stadt bekommen. Pinneke gab der Versammlung noch einmal einen kleinen Überblick über das Jubiläum der Kinder- und Jugendfeuerwehr vom 25.08.2018. Am 01.09.2018 fand eine Ausbildung für Notärzte und Rettungsdienstpersonal am Feuerwehrhaus in Northeim statt. Dort wurden neue Rettungstechniken bei Verkehrsunfällen sowie eine schonende Patientenrettung mit der neuen Drehleiter der Ortsfeuerwehr vorgestellt. Im Dezember nahmen auch Mitglieder der Wehr mit zwei Gruppen am 1. KSN-Cup im Eisstockschießen auf dem Münsterplatz teil. Zum Schluss seines Berichtes bedanke sich Pinneke bei allen Anwesenden, dem Kommando und dem Rat und der Verwaltung für die gute Zusammenarbeit.

Grußwort der Gäste:

Bürgermeister Simon Hartmann bedankte sich für die Einladung und überbrachte die Grüße von Rat und Verwaltung der Stadt Northeim. Er danke den Kameradinnen und Kameraden für die über 400 geleisteten Einsätze zum Wohle der Bevölkerung. Hartmann sagte weiter, dass er sich in einem Schreiben an den Bundestagsabgeordneten Dr. Roy Kühne gewandt und finanzielle Unterstützung des Bundes durch Förderprogramme für den Neubau von Feuerwehrhäusern und Unterstützung bei der Beschaffung von Fahrzeugen gefordert habe. Allein in diesem Jahr werden für Feuerwehrfahrzeuge, Gerätebeschaffungen und Baumaßnahmen Investitionen in einer Größenordnung von über einer Million Euro getätigt. Damit leiste die Stadt Northeim einen großen Beitrag für den ihr gesetzlich zugeschriebenen abwehrenden Brandschutz. Er sagte weiter: „Die Investitionen sind auch eine Wertschätzung der wichtigen Arbeit der Feuerwehrfrauen und –männer, die sich oft selbst der Lebensgefahr aussetzen, um das Leben anderer zu retten“. Die zunehmende Einsatzintensität und –Komplexität der Feuerwehren erfordere hohe Investitionen, die die Stadt Northeim für die Sicherheit der Einwohnerinnen und Einwohner sowie der Einsatzkräfte gerne tätige. So werden auch in den nächsten Jahren für Fahrzeug- und Gerätebeschaffungen sowie bauliche Maßnahmen an den Feuerwehrhäusern Investitionen in Millionenhöhe erforderlich seien. In diesem Jahr wird für die Schwerpunktfeuerwehr Northeim noch ein Tanklöschfahrzeug 4000 beschafft. Das Löschgruppenfahrzeug 20 wurde zurückgestellt und wird, wenn es soweit ist, in 2020 geliefert. Weiterhin werden noch in diesem Jahr vier Mannschafttransportwagen für die Ortsfeuerwehren ausgeliefert und die Tragkraftspritzenfahrzeuge der Ortsfeuerwehr Sudheim und Hohnstedt durch modernere Einsatzfahrzeuge ersetzt.

Dr. Roy Kühne:

Dr. Roy Kühne schloss sich den Worten von Bürgermeister Simon Hartmann an. Kühne sagte weiter, das er auch schon die Situation der Feuerwehren mit dem Bundesminister des Innern, Horst Seehofer, in Berlin besprochen habe und auch ein Schreiben der Feuerwehren aus dem Landkreis Northeim vorliege. Kühne bleibe nach seinen Angaben aber am Ball. Er wünsche den Feuerwehrleuten dass sie immer gesund und ohne Schaden aus ihren Einsätzen zu ihren Familien zurückkehren können. 

Abschnittsbrandmeister Manfred Voß: 

Voß überbrachte die Grüße des Kreisbrandmeisters Bernd Kühle, der auf einer Klausurtagung des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen in Aurich ist. Er wünsche der Veranstaltung einen guten Verlauf. Voß sprach auch über die Einsätze. Ganz besonders nehmen die Hochwassereinsätze und technische Hilfeleistungen zu, denn bei den heftigen Unwettereinsätzen in der letzten Zeit müsse genügend technisches Gerät bei den Feuerwehren vorhanden seien um schnell helfen zu können. Deswegen freue sich Voß, dass bei den Feuerwehren der Stadt schon etwas getan wurde und auch noch weiter getan werde. Von Seiten des Landkreises so Voß, sei vor kurzem, nach dem Hochwasser-Einsatz im Raum Bad Gandersheim, wo die Feuerwehren mehrere Tage gefordert wurden, mehrere Hochleistungspumpen beschafft. Diese Pumpen seien auf die jeweiligen Feuerwehrtechnischen Zentralen im Landkreis Northeim verteilt worden und können bei Bedarf von dort angefordert werden. Voß sprach auch die Ausbildung an. Die Ausbildung sei eines der wichtigsten Dinge, sagte er. Denn die Einsätze, die absolviert werden müssen, werden nicht weniger und sie werden auch nicht einfacher. Deswegen sei die Ausbildung bei Bränden und der technischen Hilfeleistung sehr wichtig und man müsse auf dem neusten Stand der Technik bleiben. Weiterhin gab Voß einen Überblick über die neuen Richtlinien der Feuerwehr-Wettbewerbe, die auch in diesem Jahr stattfinden und über die Situation der Sterbekasse des Kreisfeuerwehrverbandes Northeim.

Stellvertretende Stadtbrandmeister Bernhard Kzepina:

Kzepina bedankte sich für die Einladung und überbrachte die Grüße des Stadtkommandos und dankte dem Rat und der Verwaltung der Stadt Northeim, die immer ein offenes Ohr zum Thema Feuerwehr haben. Er sprach über die neu zu beschaffenden Fahrzeuge und Geräte, die neu beschafft werden. Denn die Einsätze werden nicht weniger und da brauchen die Feuerwehren das richtige Werkzeug, um ihre Aufgaben meistern zu können. Deswegen müssen die Feuerwehrfrauen und –männer richtig ausgebildet und geschult werden. Am Schluss seiner Grußworte bedanke er sich bei den Kameradinnen und Kameraden für die geleistete Arbeit zum Wohle der Bürger der Stadt und das sie weiterhin zur Stange halten wie bisher.

Bericht Jugendfeuerwehr von Tobias Voß:

Das Jahr 2018 begann mit 22 Jugendlichen, davon 17 Jungen und 5 Mädchen. 5 Jugendliche wurden neu aufgenommen, 1 Jugendlicher kam aus der Kinderfeuerwehr und 4 Jugendliche kamen aus eigenem Interesse. 1 Jugendlicher ist in die aktive Wehr übergetreten und 8 sind ausgeschieden. Am 10.03.2018 nahmen 5 Jugendliche an der Jugendflamme III teil, weiterhin wurde mit den Jugendlichen ein Erste- Hilfe Projekt gemacht. Die höchste Auszeichnung der Deutschen Jugendfeuerwehr, die „Leistungsspange“ bekamen die Jugendlichen im September in Algermissen verliehen. Am 29.06.2018 nahm die Jugendfeuerwehr am Abschnittszeltlager in Großsander, Landkreis Leer teil. Dort fanden mehrere Ausflüge und Besichtigungen statt. Weiterhin wurden im vergangenen Jahr mehrere besondere Dienste durchgeführt. An Dienststunden wurden 2605 Stunden geleistet, aufgeteilt auf 52 Veranstaltungstage. Dazu kamen noch 1130 Sunden der Ausbilder. Dieses war der letzte Bericht von der Jugendfeuerwehr, den Tobias Voß vorgetragen hat. Nach fast 10 Jahre als Führungskraft in der Jugendfeuerwehr hat er sei Amt zum Jahresende abgegeben. Voß bedanke sich bei seinen Betreuern für die gute Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren.

Bericht Kinderfeuerwehr von Dennis Pfüller:

Der Kinderfeuerwehr gehörten am 31.12.2018, 34 Kinder an. Davon waren 5 Mädchen und 29 Jungen. Es gab 3 Austritte, aber auch 10 Eintritte. Außerdem wurden 2 Kinder in die Jugendfeuerwehr übernommen. Somit ist die Kinderfeuerwehr Northeim die größte Kinderfeuerwehr im Landkreis Northeim. Im vergangenen Jahr wurden 29 Dienste abgehalten mit etlichen Dienststunden, diese konnten aber nicht errechnet werden, da die Technik „FireOn“ es nicht hergeben könne. In der kalten Jahreszeit wird Innendienst gemacht. Dort werden in der Fahrzeughalle Spiele gespielt und Gerätekunde durchgeführt. Weiterhin wurden unter professioneller Anleitung von Ruwen Lüdecke die Erste-Hilfe und die richtige stabile Seitenlage gelernt. Zum Ende des Jahres wurde ein ganz besonderer Dienst in der Helios Albert-Schweitzer-Klinik in Northeim durchgeführt. Erst musste ein fachgerechter Notruf abgesetzt werden und dann wurden ein Rettungswagen und die Räumlichkeiten der Notaufnahme angeschaut. Zum Jahresabschluss fand auch eine Weihnachtsfeier im Feuerwehrhaus statt. Bei dieser Gelegenheit wurde allen Kindern nach erbrachter Leistung im vergangenen Jahr ihr Kinderflämmchen in vier verschiedenen Stufen verliehen. Da Pfüller nach acht Jahren aus dem Amt als Kinderjugendfeuerwehrwart ausscheidet, bedanke er sich nochmals bei allen, die ihn in dieser Zeit bei der Arbeit unterstützt haben.

Verpflichtung durch den Ortsbrandmeister:

Gian-Luca Teinert wurde zum Feuerwehrmann-Anwärter verpflichtet

Beförderungen durch den Ortsbrandmeister:

Sabrina Heckmann wurde zur Feuerwehrfrau befördert, Julian Rüdiger und Arne Nöhre wurden zum Feuerwehrmann befördert, Luisa Ritter wurde zur Oberfeuerwehrfrau befördert, Steve Lukas wurde zum Oberfeuerwehrmann befördert und Sascha Hinz, Daniel Hübchen und Eduard Haug wurden zum Hauptfeuerwehrmann befördert

Beförderungen durch den Stellvertretenden Stadtbrandmeister:

Josefine Neumann wurde zur Löschmeisterin befördert und Stefan Klie wurde zum Löschmeister befördert

Beförderungen durch den Abschnittsbrandmeister:

Jens Pinneke und Thomas Lawrenz wurden zum Oberbrandmeister befördert

Ehrungen durch den Abschnittsbrandmeister / stellvertretenden Stadtbrandmeister:

Für 25 –jährige aktive Mitgliedschaft in der Feuerwehr wurde Thomas Lawrenz geehrt. Für 40-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr wurde Joachim Wolf geehrt. Für 50-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr wurden Hans-Günter Hampel und Heinz Leibelt geehrt.

Ehrung durch den Überraschungsgast Abschnittsbrandmeister Carsten Winkler:

In Anerkennung langjährig erworbener Verdienste im Brandschutz und bei der Hilfeleistung der Feuerwehren des Landes Niedersachsen verlieh Carsten Winkler dem Abschnittsbrandmeister Ost und stellvertretenden Kreisbrandmeister Manfred Voß das Feuerwehr-Ehrenzeichen für 50-jährige Verdienste des Landes Niedersachsen.

Die Versammlung wurde mit einem warmen Essen beendet.

Fotos: Horst Lange, Kreisfeuerwehr Northeim

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