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Mittwoch, 10. Juni 2026 Mediadaten
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Kreis Northeim (red). Anlässlich der bundesweiten Aktionswoche Alkohol vom 13. bis 21. Juni macht das Präventionsteam „Jugendschutz – und du!?“ im Landkreis Northeim auf die Risiken von Alkoholkonsum bei Jugendlichen aufmerksam. 

Ob beim Public Viewing zur bevorstehenden Fußball-Weltmeisterschaft, auf privaten Partys oder bei Veranstaltungen: Rund um große Sportereignisse wird häufig Alkohol getrunken. Gerade Kinder und Jugendliche erleben dabei oft, dass alkoholische Getränke beim Feiern selbstverständlich dazugehören.

Viele Jugendliche kommen so früh mit Alkohol in Kontakt. Neugier, Gruppendruck und der Wunsch dazuzugehören können insbesondere in der Pubertät dazu führen, dass sie Alkohol in größeren Mengen konsumieren – etwa beim sogenannten Rauschtrinken.

Um junge Menschen zu schützen, gelten für den Kauf und Konsum alkoholischer Getränke in Deutschland klare gesetzliche Regeln: Bier, Wein und Sekt dürfen erst ab 16 Jahren gekauft und konsumiert werden. Spirituosen sowie spirituosenhaltige Getränke sind erst ab 18 Jahren erlaubt. 

Gerade im Jugendalter kann regelmäßiger Alkoholkonsum die körperliche und psychische Entwicklung beeinträchtigen. Mögliche Folgen sind Konzentrations- und Sprachprobleme, Koordinationsstörungen, starke Stimmungsschwankungen oder aggressives Verhalten. Zudem verstärkt Alkohol bestehende Emotionen wie Wut, Trauer oder Euphorie.

Besonders gefährlich sind Alkoholvergiftungen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes mussten 2021 bundesweit rund 11.700 Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 19 Jahren wegen akuten Alkoholmissbrauchs im Krankenhaus behandelt werden. Erste Anzeichen können Übelkeit und Erbrechen sein. Diese Symptome sind keine Entwarnung, sondern Warnsignale des Körpers. Bei einer Alkoholvergiftung können auch Bewusstlosigkeit und Atemaussetzer auftreten. In solchen Fällen besteht Lebensgefahr.

Für Notfälle gilt: Bei einer stark alkoholisierten Person sollten Umstehende Ruhe bewahren, die betroffene Person in die stabile Seitenlage bringen, umgehend den Rettungsdienst unter der Notrufnummer 112 verständigen und die Person bis zum Eintreffen der Hilfe nicht allein lassen.

Weitere Informationen zum Thema erhalten Interessierte bei einem kostenfreien Online-Elternabend des Netzwerks „Jugendschutz – und du!?“ am 15. Juni 2026. Unter dem Titel „Alkohol!? – Weniger ist besser!“ informieren Fachkräfte über die Wirkung von Alkohol, rechtliche Regelungen und die Rolle von Eltern im Umgang mit Alkoholkonsum. Anmeldungen sind unter www.landkreis-northeim.de/Elternabend möglich..

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