Northeim (red). Unter dem Titel „Augen Blicke Leben“ startet im Januar 2026 in der Neuen Schauburg Northeim eine besondere Film- und Veranstaltungsreihe. Gemeinsam mit dem Netzwerk Pflege im Landkreis Northeim werden im Januar und Februar Begegnungen, Geschichten und Musik rund um das Leben, das Älterwerden, das Erinnern und das Vergessen in den Mittelpunkt gestellt. Ziel ist es, diese Themen aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu beleuchten und dabei bewusst einen hoffnungsvollen Blick auf das zu richten, was bleibt und möglich ist.
Den Auftakt bildet am Sonntag, 11. Januar 2026, um 11:15 Uhr eine musikalische Matinee mit dem preisgekrönten Dokumentarfilm „Heaven Can Wait. Wir leben jetzt!“ von Sven Halfar. Der Film porträtiert den Hamburger Seniorenchor „Heaven Can Wait“, dessen über 70-jährige Sängerinnen und Sänger mit Pop, Rock und Hip-Hop eindrucksvoll zeigen, wie lebendig und lebensfroh Älterwerden sein kann. Musikalisch ergänzt wird die Matinee durch den Chor der St.-Sixti-Gemeinde.
Am Sonntag, 25. Januar 2026, um 11:15 Uhr folgt die Matinee „Vergiss mein nicht“. Regisseur David Sieveking wird gemeinsam mit seinem Vater persönlich zu Gast sein. Im Mittelpunkt stehen ein offenes Gespräch sowie der gleichnamige Dokumentarfilm über den gemeinsamen Weg mit der Demenzerkrankung von Mutter und Ehefrau. Um einen generationsübergreifenden Austausch zu ermöglichen, erhalten Schülerinnen und Schüler freien Eintritt.
Film, Lesung und Austausch im Fokus
Literarisch fortgesetzt wird die Reihe am Donnerstag, 6. Februar 2026, um 19:30 Uhr. In einer Lesung mit Einspielern stellt Helgard Haug ihr Buch „All right. Good night.“ vor. Darin thematisiert sie das Verschwinden, die Suche und den Umgang mit Ungewissheit – zwischen dem Flug MH370 und dem Gedächtnisverlust ihres Vaters.
Den Abschluss bildet am Donnerstag, 26. Februar 2026, um 19:30 Uhr der Filmabend „Still Alice – Mein Leben ohne Gestern“. Der vielfach ausgezeichnete Spielfilm erzählt einfühlsam von einer 50-jährigen Sprachwissenschaftlerin, die nach ihrer Alzheimer-Diagnose versucht, ihren Alltag und ihre Identität zu bewahren. Hauptdarstellerin Julianne Moore wurde für ihre Rolle mit dem Oscar ausgezeichnet. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zum Austausch mit Fachkräften des Netzwerks Pflege.
Die Idee zur Veranstaltungsreihe entstand aus der Zusammenarbeit von Kinobetreiber Wolfgang Würker, den Netzwerkmitgliedern Jutta Heynold und Siery Mennecke sowie der Netzwerkkoordinatorin Vanessa Hahmann-Meister. Ziel war es, gesellschaftlich relevante Themen sensibel und zugleich öffentlichkeitswirksam ins Kino zu bringen.
Ermöglicht wurde die Reihe auch durch die finanzielle Unterstützung regionaler Partner, darunter die HNA, der Landkreis Northeim und der Brötchenbursche. Alle Beteiligten betonen die Bedeutung der Zusammenarbeit und laden Interessierte herzlich zur Teilnahme ein.