Northeim (red). Die CDU-Ratsfraktion in Northeim setzt sich dafür ein, Taxifahrten in der Fußgängerzone künftig zu erlauben. Ziel sei es nach Angaben der Fraktion, Menschen mit Einschränkungen den Zugang zur Innenstadt und damit die Teilhabe an Dienstleistungen und am öffentlichen Leben zu erleichtern. Grundlage ist ein entsprechender Antrag an die Stadtverwaltung.
Nach Darstellung der CDU sei die Problematik zuletzt mehrfach an die Fraktion herangetragen worden. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Bürgermeisterkandidat Malte Schober erklärte, Menschen mit Bewegungseinschränkungen hätten darauf hingewiesen, wie schwierig es sei, die Innenstadt zu erreichen. Dadurch werde der Weg zu Geschäften, Arztpraxen oder gastronomischen Angeboten für viele erheblich erschwert oder unmöglich.
Forderung nach mehr Teilhabe
Auch Ramona Richardt, Vorsitzende des Ausschusses für Jugend, Sport und Freizeit, verwies auf Rückmeldungen aus der Bürgerschaft. Im Rahmen der offenen Geschäftsstelle unter dem Motto „CDU hört zu“ hätten zahlreiche Menschen ihre Situation geschildert. Es gehe dabei nicht nur um die Befahrbarkeit, sondern um die grundsätzliche Teilhabe am öffentlichen Leben, erklärte sie.
Als Beispiel nannte die Fraktion einen Vorfall vom vergangenen Wochenende: Ein Taxifahrer habe ein Bußgeld in Höhe von 50 Euro erhalten, nachdem er ein älteres, stark in der Bewegung eingeschränktes Ehepaar bis in die „Breite Straße“ vor ein Café gefahren habe. Diese Situation sei aus Sicht der CDU unbefriedigend, auch vor dem Hintergrund, dass die Innenstadt für mehr Besucherinnen und Besucher attraktiver werden solle.