Einbeck (red). Sie sind gesund aus dem Waldbrandgebiet zurückgekehrt: Kreisbrandmeister Marko de Klein und Holger Schulz, Leiter des Fachbereichs 22 Brand- und Katastrophenschutz, konnten am Donnerstagabend rund 30 Einsatzkräfte zurück im Landkreis Northeim begrüßen. Die Ehrenamtlichen waren von Montag bis Donnerstag bei den Waldbränden in der Sächsischen Schweiz im Einsatz.

Vor Ort haben die Retter unter anderem Bodenfeuer in 30 bis 40 Zentimetern Tiefe aufwendig mit Hacke und Strahlrohren gelöscht, den Brandschutz in Bad Schandau sichergestellt und beim Wassertransport in dem mehr als 30 Kilometer langen Schlauchleitungsnetz geholfen. „Ihr habt euch dem kräftezehrenden Einsatz gestellt, der alles andere als ungefährlich ist. Das verdient höchste Anerkennung“, sagte Kreisbrandmeister Marko de Klein bei der Begrüßung der Einsatzkräfte. Menschen ins Katastrophengebiet schicken zu können bedeute immer auch Verzicht – nicht nur für die Retter selbst, sondern auch bei den Familien und auch bei den Arbeitgebern. „Gebt diesen Dank an sie weiter. Auch sie ermöglichen es maßgeblich, dass der Katastrophenschutz in dieser Form überhaupt möglich ist.“ Fachbereichsleiter Holger Schulz zeigte sich begeistert über die Dankbarkeit der Menschen vor Ort in der Sächsischen Schweiz. „Ihr wart im schweißtreibenden Einsatz die Botschafter für unseren Landkreis: Ihr habt wie selbstverständlich vollkommen fremden Menschen geholfen und gezeigt, dass wir die Bevölkerung vor Ort im Krisengebiet nicht im Stich lassen. Dafür danke ich Euch auch im Namen der Landrätin und der gesamten Verwaltung.“

Die Einsatzkräfte aus dem Landkreis Northeim wurden am Donnerstag durch Kräfte aus dem benachbarten Kreis Hildesheim abgelöst. Sie waren mit einem Einsatzleitwagen, zwei Löschgruppenfahrzeugen sowie einem Schlauchwagen jeweils aus dem Katastrophenschutz vor Ort. Insgesamt 90 Kräfte aus Niedersachsen sind noch bis Sonntag in Sachsen im Einsatz. „Wir müssen uns dafür wappnen, dass Einsätze im Zusammenhang mit Extremwetterlagen immer weiter zunehmen werden. Die verheerenden Waldbrände in Deutschland sind keine Vorboten, sondern direkte Auswirkungen des Klimawandels“, betont Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius.

Foto: Konstantin Mennecke/Kreisfeuerwehr